TSV Alemannia Aachen
Willkommen im Sammelthread zur Alemannia aus Aachen.
Hier geht es um alles rund um den Traditionsverein vom Tivoli: aktuelle Spiele, Kader, Transfers, Vereinsentwicklung, Fanszene, Stadion, Geschichte und alles, was sonst noch zu Schwarz-Gelb gehört.
Vereinssteckbrief
Vollständiger Name: Aachener Turn- und Sportverein Alemannia 1900 e. V.
Gegründet: 16. Dezember 1900
Stadt: Aachen, Nordrhein-Westfalen
Vereinsfarben: Schwarz-Gelb
Stadion: Tivoli
Kapazität: 32.960 Plätze
Aktuelle Liga: 3. Liga
Spitznamen: Die Kartoffelkäfer
Kurzgeschichte
Die Alemannia wurde am 16. Dezember 1900 von Schülern in Aachen gegründet. Der Name „Alemannia“ sollte damals die besondere Lage Aachens im äußersten Westen Deutschlands betonen. Aus dem ursprünglichen Fußballklub wurde später der heutige Aachener Turn- und Sportverein Alemannia 1900 e. V.
Schon früh bekam der Verein mit dem Tivoli eine feste Heimat. Der alte Tivoli wurde über Jahrzehnte zu einem der bekanntesten Fußballplätze in Deutschland: eng, laut, eigenwillig und für viele Gegner unangenehm.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Alemannia Aachen ab 1947 der Oberliga West an, damals die höchste Spielklasse im deutschen Fußball. Bei der Gründung der Bundesliga 1963 wurde Aachen trotz guter Argumente nicht berücksichtigt und musste in der zweitklassigen Regionalliga West antreten.
1967 gelang schließlich der Aufstieg in die Bundesliga. Der größte sportliche Erfolg folgte direkt danach: In der Saison 1968/69 wurde Alemannia Aachen deutscher Vizemeister hinter dem FC Bayern München. Nur ein Jahr später stieg der Verein allerdings wieder ab.
In den 1970er- und 1980er-Jahren war die Alemannia über lange Zeit fester Bestandteil der 2. Bundesliga. 1990 folgte der Absturz in die Oberliga Nordrhein. Erst 1999 kehrte Aachen wieder in die 2. Bundesliga zurück.
Die erfolgreichste Phase der jüngeren Vereinsgeschichte begann Anfang der 2000er Jahre. 2004 erreichte Alemannia Aachen das DFB-Pokalfinale gegen Werder Bremen und qualifizierte sich dadurch für den UEFA-Pokal. Dort schaffte es der Verein 2004/05 bis in die Runde der letzten 32. 2006 gelang nach 36 Jahren die Rückkehr in die Bundesliga, die Saison 2006/07 endete jedoch wieder mit dem Abstieg.
Danach ging es sportlich und finanziell bergab. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga 2012 folgte 2013 der Absturz aus der 3. Liga in die Regionalliga West. Dort verbrachte die Alemannia elf Jahre, ehe 2024 als Meister der Regionalliga West der Aufstieg zurück in die 3. Liga gelang.
Spielklassenzugehörigkeit grob zusammengefasst
- bis 1945: regionale westdeutsche Ligen
- 1947–1963: Oberliga West (I)
- 1963–1967: Regionalliga West (II)
- 1967–1970: Bundesliga (I)
- 1970–1974: Regionalliga West (II)
- 1974–1990: 2. Bundesliga (II)
- 1990–1994: Oberliga Nordrhein (III)
- 1994–1999: Regionalliga West/Südwest (III)
- 1999–2006: 2. Bundesliga (II)
- 2006/07: Bundesliga (I)
- 2007–2012: 2. Bundesliga (II)
- 2012/13: 3. Liga (III)
- 2013–2024: Regionalliga West (IV)
- seit 2024: 3. Liga (III)
Größte Erfolge
- Deutscher Vizemeister 1969
- Bundesliga-Aufstieg 1967 und 2006
- DFB-Pokalfinalist 1953, 1965 und 2004
- UEFA-Pokal-Teilnahme 2004/05
- Meister der Regionalliga West 2023/24
- Mehrfacher Mittelrheinpokalsieger
Bundesliga-Spielzeiten
1967/68: 11. Platz
1968/69: 2. Platz
1969/70: 18. Platz
2006/07: 17. Platz
Insgesamt spielte Alemannia Aachen vier Spielzeiten in der Bundesliga.
Prägende Namen der Vereinsgeschichte
Jupp Martinelli, Joaquín Montañés, Reinhold Münzenberg, Jupp Derwall, Michael Pfeiffer, Erwin Hermandung, Hans-Jürgen Ferdinand, Willi Landgraf, Erik Meijer, Simon Rolfes, Torsten Frings, Jan Schlaudraff, Benjamin Auer, Sascha Rösler und viele andere.
Tivoli
Der Tivoli ist untrennbar mit Alemannia Aachen verbunden. Der alte Tivoli galt lange als eines der stimmungsvollsten Stadien Deutschlands. Seit 2009 spielt die Alemannia im neuen Tivoli, der 32.960 Zuschauern Platz bietet.