Durchschnittlich 10 Minuten lang geht so ein normales Lied von denen, deswegen haben sie auch nur 6 gespielt.
Finde ich wesentlich besser als die 12 Songs in 45min, die Revocation nahezu ohne Pause durchgeknüppelt haben ![]()
Durchschnittlich 10 Minuten lang geht so ein normales Lied von denen, deswegen haben sie auch nur 6 gespielt.
Finde ich wesentlich besser als die 12 Songs in 45min, die Revocation nahezu ohne Pause durchgeknüppelt haben ![]()
Durchschnittlich 10 Minuten lang geht so ein normales Lied von denen, deswegen haben sie auch nur 6 gespielt.
Finde ich wesentlich besser als die 12 Songs in 45min, die Revocation nahezu ohne Pause durchgeknüppelt haben
Ein ganz klares "JEIN". ![]()
Ich hör mich auch gern Grindcore an, wo einem Bands wie Haemorrhage, Dead Infection, Hemdale und Co Songs von max. 2 min. Länge vor den Latz knallen.
Auch bei meiner alten Band hatten wir eine durchschnittliche Lied-Länge von 1:10 min. ![]()
Some concerts Part XVIII
The Gathering, 22.05.2026, Pratteln/Schweiz, Z7
The Gathering aus den
Niederlanden. Was können
die eigentlich?
Begonnen haben die als Doom Metal Band
mit Death Einflüssen. Klassisch mit männlichem Sänger. Zwei Alben
rausgebracht, die gar nicht mal so spannend sind aber die viele
Experimente
beinhaltet haben, was wohl zeigt,
dass die Band
damals wohl selber nicht so genau genau gewusst hat, was sie
eigentlich spielen wollen. Hätte eigentlich der klassische
Werdegang sein können. Eine eher durchschnittliche Metal/Rock-Band
bringt paar Alben
raus uns verschwindet als Randnotiz
nach ein paar Jahren wieder in der Versenkung. Wenn... ja, wenn sich
die Niederländer 1994 nicht entschlossen hätten den alten
Sänger durch eine Sängerin zu ersetzen. Die damals noch nahezu
unbekannte Anneke van Giersbergen. Und
was dabei rauskam ist einfach eine der besten Bands überhaupt.
Gleich ein Jahr später kam die Mandylion raus. Vom Label als Doom und Gothic Metal
beschrieben. Gerne auf eine Stufe gestellt mit Paradise
Losts Draconian Times und der Irreligious von Moonspell, welche
im selben Jahr, 1995 erschienen. Eigentlich macht das
wenig Sinn aber man
wusste die Mandylion einfach nicht anders einzuordnen. Musikalisch ja, durchaus Doom, Death und Gothic-Einflüsse.
Auch mit Synthie-Passagen, wie es die anderen beiden Bands
nachher auch gern benutzt haben aber Annekes Stimme... Nein, das war
von einem anderen Planeten. So hat sie damals übrigens auch ausgesehen. Als hätte ein UFO über einer Hippie-Kolonie 1969 mit nem
Traktorstahl ein Mädel eingefangen und Mitte der 90er auf eine Metalbühne gebeamt.
Ihren berüchtigten Schlangentanz
führt Anneke bis heute auf. Und bis heute ist sie für mich die
beste weibliche Stimme ever im Metalbereich. Und
nein, das soll nicht als Diskussion dienen. Für mich ist das einfach so. Punkt! Die nachfolgenden
Alben wurden immer experimentierfreudiger,
abgespaceder
und synthetischer,
haben aber den Metal-Ursprung
nie verloren. Allesamt Klassiker. Eine phantastische Symbiose zwischen dem Songwriting von Rene Rutten, Hugo Prinsen Geerlings und Frank Boeijen und der
Stimme von Anneke.
Nach der Home 2006 war jedoch Schluss. Anneke wurde der Troubel
um Ihre Person zu viel und sie begann eine gigantische Solo-Karriere.
The Gathering
machten mit neuer Sängerin weiter. Im Gegensatz
zu Bands
wie z.B. Nightwish kam man bei den Holländern aber ohne böses
Blut aus. Anneke
war auch regelmäßig bei Bandjubiläen
von The Gathering mit
auf der Bühne. Zum
30jährigen Jubiläum wollten mein Freund
und ich
schon nach Nijmegen in den Club Doornroosje fahren.. aber keine
Chance auf Karten. Um so „schlimmer“ dann die Youtube-Videos vom
Konzert, die auch einen 1,5-Stunden Part mit Anneke von Giersbergen
zeigten. Eigentlich haben wir nicht mehr damit gerechnet, die alten
Gathering
mal
wieder zu sehen. Haben aber ausgemacht, dass wenn die wieder mal
spielen, weltweit, wir da hinfahren.
Im letzte September bekam ich auf der Arbeit dann einen Anruf von meinem Freund. „Ja, bla
bla... ach übrigens, was machst du am 22.05. nächstes Jahr?“
Ja, was soll ich da machen. Was weiß denn ich? „The Gathering spielen auf ein paar ausgewählten
Konzerten zum 30jährigen Jubiläum die Mandylion in Gänze mit
Anneke van Giersbergen!!!!! Tourdaten
kamen vor 20 Minuten raus. Ich hab uns Karten für die Schweiz
besorgt. Ist das nächste von uns. Alles klar!
Anfahrt in die Schweiz war megabeschissen. Baustellen ohne Ende und Ferienverkehr in Richtung Süden. Noch dazu war an dem Tag unser Hinspiel in der Relegation in Essen. Kurz vorm dem Autobahnkreuz Weinheim nochmal kurz überlegt, ob ich mich nicht aus versehen verfahren soll. Nein. Also gut. Richtung Basel.
Nach knappen 9 Stunden Fahrt für grad mal 450 km am Ziel. Wegen Stau eben kein Biergarten vor dem Konzert sondern nur schnell die Sachen ins Ibis Budget geschmissen und los.
Hatte es an anderer Stelle ja schon mal geschrieben, dass ich im Konzertbereich auch so eine Art Groundhopping betreibe und so war ich sehr froh, endlich das legendäre Z7 in Pratteln abhaken zu dürfen. Alte Fabrikhalle mit echt geilem Sound. Geiles Flair. Top. Preislich: Schweiz halt. Dose (!) Bier umgerechnet 9 Euro. Bratwurst mit Brot 12 Euro, Also eine Bratwurst mit einer Scheibe Brot. In der Schweiz kifft jeder... wirklich jeder... über dem Z7 hing deswegen auch eine dunkle Haschischwolke. Hat mich sofort als Ausländer geouted, als ich so ohne Dübel in der Hand dastand und hat mir nen fetten Kopf am nächsten Morgen beschert.
In der Schweiz festgestellt, dass ich richtig gefailed habe. Mein Roaming für mobiles Internet gilt nur in EU Staaten. Also kein Netz in Pratteln. Erst etwas Panik bekommen, wie ich denn jetzt die Zwischenstände aus Essen bekommen soll, war dieser Fakt jedoch der größte Segen. Ich hab nicht alle 2 Minuten in den Liveticker geschaut sondern konnte eines der geilsten (!) Konzerte der letzten 23 Jahre genießen.
Ich war wirklich angespannt. Bringen dies echt noch nach über 20 Jahren? Wie klingt Anneke heute? Schafft die noch alle Oktaven? Positiv erstmals, dass da wirklich das komplette Mandylion-Lineup auf der Bühne stand. Neben Hans und Rene Rutten, Hugo Prinsen Geerlings, Frank Boeijen auch noch Jelmer Wiersma, der ja gar nicht so lange dabei war und eben die großartige Anneke van Giersbergen.
Was soll ich sagen. Vom ersten Klang an war klar. Sie können es noch und es wird ein unbeschreiblicher Abend. Fesselnd, atemberaubend, schön. Anneke verzaubert immer noch mit ihrer Stimme. Und die Band hatte Bock. Einfach Bock! Auch von der Lightshow geil. So was gabs bei der letzten Tour, die ich live gesehen hab, die Souvenirs Tour 2003, noch nicht. Klasse! Ein Abend, den ich wirklich in Erinnerung halten werden. Haben uns nach dem Konzert noch lange mit Rene, Hans und Jelmer unterhalten. Unmengen Dosenbier getrunken. Da hier die Rechnung eh schon hoch war hab ich mir noch ein Tourshirt für rausgelassen.
Setlist. Mandylion komplett aber in abgeänderter Reihenfolge und was ich sehr geil fand, die Bonustracks in der Mitte gespielt und nicht am Ende.
Setlist: Mandylion, Eléanor, In Motion #1, On most Surfaces, Broken Glass, Eins von der Home, Probably Built in the Fifties, Analog Park, In Motion #2, Leaves, Sand and Mercury, Strange Machines und als Zugabe noch Saturnine und Travel… für mich eh eins der besten Songs ist, die je geschrieben wurden. Unfassbar, dass ich den nochmal sehen durfte.
Vor zwei Wochen gaben
The Gathering bekannt, dass nach den Mandylion Shows keine weiteren
Konzerte mit Anneke geplant sind. Mal schaun. Ich träume noch immer
von einer How to Measure a Planet Show in Montevideo/Uruguay.
Fazit: Magisch
Zur Länge der Songs, ich leb da tatsächlich auch beide Extreme.
Einerseits feier ich die alten Napalm Death mit vielen Songs von deutlich unter einer Minute, und You Suffer muss man mal live gehört haben.
Andererseits gibt es dann sowas https://www.metal-archives.com…logical_Excavation/379379 wo eine Split mit zwei Songs über 30 Minuten geht.
Morgen System of a Down in Berlin,schon ewig nicht mehr so auf ein Konzert gefreut.
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