FIFA Klub-Weltmeisterschaft

  • Die einzige Chance irgendwas zu retten wären Wettbewerbsregeln innerhalb der Ligen, Absprachen zwischen den Ligen und der UEFA/FIFA. Inwiefern Dinge wie ein Salary-Cap (oder ein Ablöse-Cap) rechtlich überhaupt möglich sind kann ich nicht sagen. Seit Fußballvereine einfach als normale Unternehmen und Arbeitgeber gesehen werden gibt es ja quasi kaum Möglichkeiten der Eindämmung. Man sieht ja wie oft irgendwie FInancial Fair Play-Versuche gerichtlich einfach gekippt werden.


    Wenn jemand dagegen klagen würde könnte man wahrscheinlich fast alle zwingenden Solidaritätsregeln kippen, wie die Ausbildungsentschädigung.

  • Das würde im ersten Moment dazu führen, dass die Spieler bleiben, was der Bundesliga zugutekommt. Danach würden potenziell wechselwillige Spieler keine längeren Verträge mehr unterschreiben und diese im Notfall aussitzen, was sich die Vereine aber nicht leisten könnten.

    Natürlich bezahlen Bayern, Dortmund und die anderen CL-Teilnehmer ihre Kader selbst, aber das erfolgt auf dem Rücken der anderen Vereine und kleineren Verbände. Es muss wieder mehr Wettbewerb in der Bundesliga geben.

    Dass CL-Spiele und CL-Spieler auch Kosten verursachen, die Aufsteiger wie Kiel oder Bochum nicht haben, ist klar. Aber ich habe auch nirgends geschrieben, dass die gesamten Einnahmen unter den anderen Vereinen verteilt werden sollen.

    Es gibt auch noch andere Ansätze, wie man mehr Ausgeglichenheit auf dem Platz verwirklichen könnte.

    Rasenfunk Tribünengespräch | Die Zukunft des Fußballs

    Rasenfunk — der Fußballpodcast

    HRF 150 | Ideen für eine bessere Fußballwelt

    https://hörfehler.org/hrf-150-ideen-fuer-eine-bessere-fussballwelt/

    Die Bücher und Artikel der jeweiligen Protagonisten sind in den Shownotes verlinkt.

    Weiterführend zum Beispiel noch das hier:

    Wem gehört der deutsche Fußball? - Arete Verlag
    Der deutsche Fußball steht am Scheideweg: Endgültige Kommerzialisierung oder regulierter Wettbewerb? Dieses Buch liefert auf der Basis von Gesprächen mit…
    www.arete-verlag.de

    Allen Interessierten wünsche ich viel Spaß damit. Es ist ein komplexes Thema, bei dem der eigene Verein unter Umständen nicht gut wegkommt.

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    Hängt die Nazis solange es noch Grüne gibt!

  • Vor allem trifft es ja dann alle Vereine.

    Wenn Leverkusen 50 % von den Wirtz-Einnahmen an die Liga abgeben muss klingt das ja toll,aber das würde auch bedeuten,das z.b. wir 50 % der Gruda-Einnahmen abgeben müssten.Das würde die finanzielle Schere in der Liga nur bedingt schließen.

    Man könnte höchstens die Einnahmen in der CL reduzieren und dafür die in der EL und ECL erhöhen.

    Die Einnahmen an die jeweilige Liga zu verteilen kann ich mir höchstens ab einem bestimmten Betrag vorstellen.Das man z.b. sagt bis X Euros darfst du alles behalten,alles darüber hinaus wird geteilt.

    Aber auch dann kann ich die Vereine verstehen,wenn sie sagen " wir haben die ganzen Kosten,warum sollen wir die Einnahmen dann teilen?"

    Today`s music ain`t got the same soul

    i like that old time rock and roll.

  • Vor allem trifft es ja dann alle Vereine.

    Wenn Leverkusen 50 % von den Wirtz-Einnahmen an die Liga abgeben muss klingt das ja toll,aber das würde auch bedeuten,das z.b. wir 50 % der Gruda-Einnahmen abgeben müssten.Das würde die finanzielle Schere in der Liga nur bedingt schließen.

    Euer Anteil an den Wirtz Millionen wäre aber höher als Bayers Anteil an den Gruda Millionen, und euer Anteil den den CL Millionen, der vier qualifizierten Vereine, ist höher als unserer an euren CL* Einnahmen

    Aber natürlich ist das eine Umverteilung von oben nach unten.




    *die andere CL = Conference League

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  • Die Einnahmen erwirtschaftet ja niemand alleine. Jeder Verein profitiert davon, dass die Liga insgesamt zu den stärksten gehört und von den Strukturen, die alle geschaffen haben.

    Zumindest die Einnahmen aus internationalen Wettbewerben sollten stark begrenzt sein und zu großen Teilen an die gesamte Liga gehen. Betrifft selbstverständlich sämtliche Ligen, nicht nur die Bundesliga.

    Det' Vestegnen mod København. Det' kampen, hvor vi lægger dem i graven.

    Blod på trøjen det er ikke nok...!

  • Ich finde man muss einfach einen Weg finden, wie sportliche Leistung auch nachhaltig in einer Verbesserung der finanziellen Position eines Vereins umgesetzt wird. Mittlerweile ist es ja eher so, dass Real, Barcelona, United, Chelsea, City etc. alle glauben sie hätten einfach ein gottgegebenes Recht die Spitze des Fußballs zu sein egal wie mies sie spielen oder wirtschaften und wenn sie sportlich die CL verpassen muss das System geändert werden (Super League z.B.) damit sowas nicht vorkommen kann. Sicherlich ist es möglich, Milan und Manchester United zeigen es ja, wie man von der europäischen Spitze über 1-2 Jahrzehnte hinweg abfallen kann ABER selbst nach 15 echt schwachen Jahren kann United das Geld mit vollen Händen raushauen.


    In der Bundesliga ist es abgesehen von Bayern ja schon irgendwie sichtbar, dass man sich eine bessere Position erarbeiten kann, sowohl wirtschaftlich als auch in der sportlichen Wahrnehmung. Leider grätscht vor allem die Premier League momentan extrem dazwischen und kauft jedes starke Team wie Leverkusen und Frankfurt wieder leer. Aber trotzdem ist da nix in Stein gemeißelt, wer Nr. 2 in Deutschland ist lässt sich jede Saison quasi neu ermitteln. Sicher hat der BVB noch große Vorteile gegenüber z.B. Freiburg aber Standortvorteile und volle Stadien haben auch Hertha, Schalke oder Hamburg nicht gerettet.

  • Da wäre ich mir nicht so sicher.Denn wir bekommen ja nur 1/17 von den Wirtz-Millionen, müssen aber den großteil der Gruda-Millionen abgeben.

    Beispiel: Wirtz kostet 100 Mio. 49% darf Bayer behalten, 51 % müssen sie abgeben. Macht bei 51 Mio. / 17 Vereine = 3 Mio., die wir bekommen.

    Grude kostete 31 Mio. 49 % dürfen wir behalten,also 15,2 Mio. 51% müssen wir abgeben = 15,8 Mio. Wir müssten also 15,8 Mio. abgeben,bekommen aber nur 3 Mio. wieder.

    Also verlieren wir netto 12,8 Mio. Euros. Das mag für Vereine,die wenig oder nur sehr günstig ins Ausland verkaufen funktionieren,aber es kann halt eben auch nach hinten los gehen. ;)

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  • Aber Wirtz wäre ja nicht der einzige, von dessen Transfererlösen ihr profitieren würdet.

    Veni, vidi, violini.

    Ich kam, sah und vergeigte.

  • Aber Wirtz wäre ja nicht der einzige, von dessen Transfererlösen ihr profitieren würdet.

    Das ist mir schon klar,aber 1. braucht es dazu entsprechende Verkäufe ins Ausland. Und 2. würden wir ja auch für jeden Spieler Geld abgeben müssen.

    Auch wenn es bei uns unwahrscheinlich ist,das wir zwei Spieler vom Kaliber eines Gruda pro Jahr abgeben,so ist es aber auch nicht selbst verständlich,das entsprechend viele Spieler die Liga ins Ausland verlassen.

    Wenn wir also 15,8 Mio. bei Gruda abgeben müssten ,bräuchte die Liga also 15,8 x 17 = 269 Mio. an Transfers im Ausland verdienen, damit es sich bei uns ausgeht. Und kommen da bei uns nochmal kleinere Transfers dazu und wir müssten nochmal so 1-2 Mio. abgeben,dann erhöht sich das entsprechend.Und nicht jedes Jahr wird ein Wirtz ins Ausland verkauft. Und da sich die Schere ja schließen soll,müssten ja nicht nur Bayern und Dortmund weniger,sondern alle anderen gleichzeitig mehr Geld bekommen. ;)

    Deswegen: Die Idee KANN funktionieren,kann aber auch nach hinten los gehen.

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  • Da wäre ich mir nicht so sicher.Denn wir bekommen ja nur 1/17 von den Wirtz-Millionen, müssen aber den großteil der Gruda-Millionen abgeben.

    Beispiel: Wirtz kostet 100 Mio. 49% darf Bayer behalten, 51 % müssen sie abgeben. Macht bei 51 Mio. / 17 Vereine = 3 Mio., die wir bekommen.

    Grude kostete 31 Mio. 49 % dürfen wir behalten,also 15,2 Mio. 51% müssen wir abgeben = 15,8 Mio. Wir müssten also 15,8 Mio. abgeben,bekommen aber nur 3 Mio. wieder.

    Also verlieren wir netto 12,8 Mio. Euros. Das mag für Vereine,die wenig oder nur sehr günstig ins Ausland verkaufen funktionieren,aber es kann halt eben auch nach hinten los gehen. ;)

    Sorry, das habe ich total vergessen.


    Ich habe die Ablösesummen wohl falsch eingeschätzt. Hier mal die Rechnung mit meinen Zahlen. Die Ablösesummen sind von transfermarkt.de

    Wirtz 125M

    Gruda 31M
    In meinem grundsätzlichen Ansatz wären 10% der internationalen Einnahmen umzulegen, aber an alle Vereine im bundesweiten Fußball.

    Wirtz : 12.5/54 = 0.23M/Verein BayerLeverkusen verliert 12.5

    Gruda : 3.1/54 = 0.06M/Verein Mainz 05 verliert 3.1


    Bayer Leverkusen : -12.5+0.06=-12.44

    Mainz 05 : -3.1+0.23=-2.87


    Die Aussage, dass ihr von Leverkusen mehr bekommt, als Leverkusen von euch, stimmt schon, ist aber verkürzt dargestellt, weil ihr in dem Fall beide Geld verliert.

    Insgesamt geht es mir darum, alle an den Einnahmen teilhaben zu lassen. Holstein Kiel (Beispielsverein ohne große Verkäufe und ohne Europapokal) würde aus den beiden Verkäufen und den Startgeldern der Champions League 0,47 Millionen Euro bekommen, Bayer Leverkusen würde 15 Millionen Euro verlieren.

    Wenn man den Faktor von 10 % ändert, wären es entsprechend mehr oder weniger.



    Das wäre mein erster Ansatz um den bundesweiten Fußball etwas gerechter zu machen.

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