Spielberichte aus aller Welt

  • London & Cardiff 2020


    Mindestens ein halbes Dutzend mal war ich mittlerweile auf der Insel, ein Spiel gesehen hab ich da bis zu diesem Jahr aber noch nie. Dabei wäre das eigentlich naheliegend gewesen, zumal ich jedes mal in Städten mit halbwegs sinnvollen Zweit- und Drittligisten unterwegs war. So dauerte es eben bis zu diesem Januar, bis ich das endlich nachholen konnte. Hoppen ist teuer, also wird wenigstens die günstigste Verbindung rausgesucht, für einen Zwanni pro Flug kann man nicht viel falsch machen. Meine Trödelei bei der Suche nach Unterkünften kam mir preislich auch noch entgegen, wodurch auch hier nur hauchdünn über 50€ zu entrichten waren. Früher hätte ich auch nicht suchen können/dürfen, einige Spiele haben sich in der Zwischenzeit zerschlagen und mit dem walisischen Derby drängte sich sehr kurzfristig eine neue Option auf.
    So ging es am Samstagmorgen gutgelaunt zum Flughafen in Dortmund und die Laune wurde nicht mal dadurch verhagelt, dass ich direkt nach dem Start aus meinem Fenster das hässliche Westfalenstadion zu Gesicht bekam. Muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass über dem Festland teilweise gute Sicht herrschte und ab der Insel nur noch eine finstere Wolkendecke zu sehen war? Erheiternd fand ich auch die Tatsache, dass sich Engländer jetzt schon bei Passkontrollen an den Non-EU-Schaltern anstellen. Ob das Ungeduld oder Unwissen war entzieht sich der Kenntnis des Verfassers dieser Zeilen. Vor mir am Schalter wurden auch die ersten Klischee-Teutonen erspäht, welche durch ihre Motorrad-Club-Klamotten zum einen auffielen, zum anderen dadurch, dass sie Bierbüchsen in der Hand hielten. Wo auch immer die da schon ihr Bier her hatten...
    Per Bus ging es vom Flughafen "London" Stansted in die Stadt, wobei es auch am Olympiastadion vorbeiging. Dort trägt ja mittlerweile West Ham seine Heimspiele aus um in der Kategorie "seelenlose Heimspielstätte" endlich mit den Spurs und Arsenal gleichziehen zu können. Immerhin ist man relativ nah an seiner Heimat geblieben. In der Stadt angekommen wurde der erstbeste Pub angesteuert, der sich mir in den Weg gestellt hat. Nachdem ich mein Gepäck losgeworden bin war einfach noch ein wenig Zeit und trotz des kurzen Stopps mit einem Pint "Hop House 13" war ich deutlich zu früh in Charlton. Direkt eine Karte geordert und in den Fanshop gestolpert, um diesen unter die Lupe zu nehmen. Gestolpert ist dabei genau der richtige Begriff, das bin ich nämlich über eine dusselig platzierte Tasche. Nach einem kurzen "blöde Scheiße", welches reflexartig über meine Lippen kam wurde ich direkt von einer Verkäuferin angesprochen, die nun Interesse an meiner Herkunft hatte. Deutsche Hopper sind dort wohl seltener gesehen und wenn, dann vorwiegend mal am Boxing Day. Der Fanshop hat mich nun weniger glücklich gemacht und auch der erworbene Schal ist keine Schönheit, aber bei den grimmigen Wetterverhältnissen eine der besten Investitionen meines Lebens. Wissen die in England denn nicht, dass der Rest des Kontinents schon Frühling hat? Direkt vorm Stadion stand noch sehr verlockend eine Burgerbude mit halbwegs vernünftigen Preisen. Aber hier gibt es für den Touri/Hopper aus Deutschland einen wichtigen Unterschied. Fragt dich in Deutschland beim Burgerkauf jemand, ob du Zwiebeln drauf haben willst lautet die Antwort selbstverständlich "ja, so viele wie möglich", in England muss ein grimmiges Gesicht gemacht, verneint und dabei noch energisch der Kopf geschüttelt werden. Zwiebeln werden da aus irgendwelchen Gründen einfach so lange in Öl geworfen, bis sie einen wirklich bestialischen Geschmack entwickeln, während man sie hier einfach roh auf einen Burger wirft. Das hatte ich einen Moment lang vergessen, gehorchte dem alten Reflex und das alte Trauma brach wieder auf, als ich diesen Berg matschiger, fettiger Ölzwiebeln auf meinem Burger erspähte. Aber eine der größten Umstellungen zum Rest des Kontinents ist der Bierkonsum in englischen Stadien. Nach der letzten großen Stadionkatastrophe sprach der "Taylor Report" ja einige komplett bescheuerte Empfehlungen aus, wie den Verbot des Ausschanks alkoholischer Getränke. Kurze Zeit nach der Umsetzung wurde diese Regel gelockert und in "keine alkoholischen Getränke" in Spielfeldnähe abgeändert, diese Einnahmequelle wollten sich die Vereine dann doch lieber nicht nehmen lassen. Das führt dazu, dass der Engländer vor dem Spiel und in der Halbzeit so zecht als wenn es kein Morgen gäbe und während des Spiels keinen Tropfen trinkt. Selbstverständlich hab ich mich da gut eingefügt und schon vor Spielbeginn mit zwei Pints gestärkt. Dabei wurde natürlich der ganze Bereich vor der Tribüne mal in unter die Lupe genommen und als ich ein Plakat erblickte, welches den Leser darauf hinwies doch bitte seine Sprache zu zügeln, da Charlton ein Familienverein ist habe ich kurz überlegt das Stadion zu verlassen und einfach in den versifftesten Pub zu gehen den ich finden kann. Was tun die hier bloß dem Fußball an?


    Kurz vor Spielbeginn wurde ich auf meinem Sitzplatz aber doch ein wenig durch den kahlköpfigen Stiernacken schräg hinter mir beruhigt, der schon vor Anpfiff durch wirklich hässliche Unflätigkeiten auffiel. Auffallend ist aber sofort, dass der Alterssschnitt in den Stadien ein anderer ist als bei uns. Aber wer kann da auch regelmäßig mit Familie hin? Unter solchen Bedingungen hätte mich mein Vater damals als Kind nicht regelmäßig ins Niedersachsenstadion gebracht. Gegen sämtliche Befürchtungen war die Stimmung trotzdem durchaus okay, wobei der Gästeblock zwar seltener, dafür aber dann lauter zu hören war. 19.720 Zuschauer sahen ein von Beginn an munteres Spiel, in welches die Gäste als Favorit gingen, stehen sie doch immerhin auf einem direkten Aufstiegplatz, während Charlton dringend ein paar Punkte braucht, um nicht auf einen Abstiegsplatz zu rutschen. Die Hausherren begannen auch direkt mal druckvoll, um ihrem neuen Besitzer (East Street Investments) zu gefallen. Daran werde ich mich wohl nie gewöhnen...
    Schon beim aufwärmen sieht man die Spieler nur den Ball hoch und weit übers Feld schlagen, das ist doch sehr vielversprechend. Beide Mannschaften begannen schwungvoll und leisteten sich defensiv atemberaubende Aussetzer, aber beim ausnutzen sieht man dann, wer oben steht und wer unten... Trotz des besseren Starts der Hausherren gingen die Gäste nach 21 Minuten etwas überraschend in Führung. Ein dusseliger Ballverlust außen, Zohore sprintet diagonal in den Strafraum. Zwar wird sein erster Schuss noch per Grätsche geblockt, aber den Nachschuss setzt er trocken flach in die Tormitte. Charlton war davon wenig beeindruckt und kam nur sechs Minuten später zum Ausgleich. Nach einer kurz ausgeführten Ecke flankt Callagher in die Mitte, wo Josh Davison per Kopf sein erster Tor erzielt. In der Invalidentruppe ist das aktuell der einzig verbliebene Stürmer. Bevor die Ecke ausgeführt werden konnte amüsierte sich der Gästeblock noch mit dem Ball, der da zur Ecke geklärt wurde und rückten diesen nicht raus, sondern warfen ihn fröhnlich von A nach B. Erst mit einem Ersatzball, der viele Sekunden später zum ausführenden Spieler geworfen wurde konnte die Ecke ausgeführt werden. Ist mir übrigens mehrfach aufgefallen, dass es irgendwie kaum Ersatzbälle gibt und Balljungen wie bei uns auch eher nicht. Vor der Pause verspielte West Brom dann noch astrein einen Konter in Überzahl, sonst passierte vor dem Seitenwechsel nicht mehr allzu viel. Mein Pausenbier dauerte einen Moment zu lang, so sah ich nur noch beim Gang zu den Rängen den Ball von Robson-Kanus Fuß nach flacher Hereingabe ins Netz springen. Das ganze war 30 Sekunden nach Wiederanpfiff und der Gästeblock rastete ziemlich sehenswert aus. West Brom danach mit seiner besten Phase und es gab ein paar gute Gelegenheiten Charlton jetzt den Rest zu geben, stattdessen lud man diese ab der 70. Minute immer wieder ein und in der 76. Minute wurde man dafür dann auch direkt "belohnt"; Daughty mit wundervoller Flanke auf Lockyer, dessen Kopfball landet am Pfosten, springt aber auf dem Rückweg an den Rücken des Torhüters. 2:2. Die "You're not singing anymore"-Rufe danach kamen schon ziemlich geil, trotzdem stellt sich die Frage, wieso es vorher zehn Minuten lang auf der Heimseite totenstill war. Trotzdem konnte ich nach Schlusspfiff durchaus zufrieden sein. Ein wirklich ausgezeichnetes Spiel und auch auf den Rängen war es nicht allzu schlecht, auch wenn es längst nicht an andere Länder heranreicht. Es war immerhin lauter als bei allen Spielen, die ich in Holland bisher gesehen habe zusammengenommen.
    Außerhalb des Stadions war nach Ende des Spiels enorm viel Polizei zu sehen und diese wirkten irgendwie komplett unentspannt, lustigerweise kann auch ein englischer Polizist wie auf Knopfdruck freundlich lächeln und eine höfliche Auskunft erteilen, wenn man etwas fragt. In Deutschland hätte mir beispielsweise die simple Frage nach der Uhrzeit wahrscheinlich schon nur ein Schlagstock beantwortet. Nach fast vier Stunden an der frischen Luft musste in der Innenstadt eine kurze Rast bei einem Pint Bier eingelegt werden, diesmal allerdings mit etwas mehr Eile, denn es wartete eine annähernd vierstündige Busfahrt in die walisische Hauptstadt auf mich. Der Kater hat ja hier im Forum schon mal einen inzternationalen Vergleich bei Bahnpreisen aufgestellt und auch für meine beiden Fahrten wäre ein nettes Sümmchen im dreistelligen Bereich zusammengekommen. "National Express" bot mir die einfache Fahrt für 15,80 GBP an, was dann letztendlich auch ohne eine Sekunde zu zögern den Zuschlag bekam.
    Dort angekommen wurden erstmal sämtliche Pläne durchkreuzt. Eigentlich wollte ich nur kurz meinen Kram in die Unterkunft bringen und dann ein erfrischendes Kaltgetränk in dieser fabelhaften Stadt zu mir nehmen, aber in der Behausung angekommen war ich vom Regen schon wirklich komplett durchnässt. Da ich nur leichtes Reisegepäck bei mir hatte wollte ich nicht auch noch einen zweiten Kleidungssatz durchnässen und kaufte stattdessen einen Viererträger Bier bei einer Esso-Tankstelle, die nur zehn Minuten entfernt war und wärmte mich den Rest des Abends im Zimmer auf. Irgendwie blöd, gerade an einem Samstagabend weiß Cardiff sehr zu gefallen und in den Pubs der Stadt ist immer was los. War zumindest vor wenigen Jahren noch so und ich bezweifle, dass sich daran groß was geändert hat... Wer hier neulich im Laberthread mitgelesen hat weiß, was für eine Unterkunft das war, aber das gehört hier natürlich ebenso rein. Für 20 GBP erwarte ich natürlich nicht viel, sondern einfach nur eine warme, saubere Unterkunft mit einem brauchbaren Bett und dem Zugang zu einem ebenfalls sauberen Badezimmer. Mehr nicht. Alles, was darüber hinausgeht kostet halt auch mehr, das sagt einem schon die Vernunft, vor allem 20-25 Minuten Fußweg vom Stadtzentrum entfernt. Aber meine Herren, war das schäbig! Ein typisches britisches Reihenhaus mit eingebauten Zahlenschlössern, so weit, so gut. Aber den ersten Lacher gab es für die "Lampe", also eine Glühbirne, die am Kabel von der Decke baumelt, den zweiten gab es für das Bett, welches auch mal selber zusammengebastelt wurde (man konnte aber tatsächlich gut darin schlafen, konnte ich jedenfalls nach den paar Pullen Bier ziemlich gut). Ansonsten stand ein kleiner Nachttisch im Raum und es gab einen Fernseher, sowie ein großes Foto von New York an der Wand - das wars. Ach ja, einen Spiegel gab es noch, der stand aber noch halb ausgepackt an der Wand angelehnt. Aber der Blick aus dem Fenster war doch sehr schön, welcher einen Blick auf einen Messi-Garten (dort werden Steine gesammelt) und eine Fensterbank freigab, wo die Farbe abbröckelt. Das Badezimmer wimmelte von Farbflecken, also muss hier zumindest irgendwann mal jemand gestrichen haben, ist aber auch schon etwas länger her. Vorhanden waren ein kleines Regal, eine angebrochene Rolle Klopapier und ein paar Dübel in der Wand, das helle Rechteck auf der Tapete lässt darauf schließen, dass dort mal ein kleiner Hängeschrank an der Wand hing. Dass das Licht erst drei Minuten nachdem man an der Schnur gezogen hat anging war da noch das kleinste Problem. Wobei ich mich schon frage, wer je auf die Idee gekommen ist, dass ein Lichtschalter per Schnur praktisch oder sinnvoll sein könnte... Immerhin die Heizung in meinem Zimmer war stark genug um meine nassen Klamotten über Nacht zu trocknen. Ist vielleicht kein besonders netter Zug von mir, die Heizung auf Hochbetrieb arbeiten zu lassen und das Fenster über Nacht offen zu lassen damit ich nicht in dem kleinen Hochofen einen grausigen Tod zu sterben, aber man möge es mir bitte nachsehen. So schlürfte ich noch mein Bier, sah das jähe Ende der Vikings in den Playoffs und wie auch das spektakuläre Jahr der Ravens schlagartig beendet wurde.
    Aber wie gut, dass ich gar nicht vorhatte mich morgens lange dort aufzuhalten. Das Spiel beginnt ja schon mittags und vorher musste unbedingt noch ein Abstecher in die feine Stadt unternommen werden. Langsam meldete sich auch mein Magen zu Wort und ich begann einen brauchbaren Imbiss zu suchen. Döner hat mich im UK bisher nie glücklich gemacht, aber natürlich hatte ich genau darauf jetzt Hunger. Mir sprang dann doch eine Kebabbude ins Auge, in welchem nur zwei oder drei Türken/Araber saßen und kein einziger Einheimischer, während die Imbissbuden nebenan halbwegs gut gefüllt waren. Nichts wie rein! Eine ausgezeichnete Wahl meinerseits, denn wenn im Königreich nicht ein einziger Engländer/Waliser Gast eines Lokals ist, dann ist das ein gutes Zeichen. Guten Döner können Türken/Araber sowieso viel besser beurteilen und so konnte ich zufrieden den Imbiss verlassen. Portionsgröße Medium hat mich schon überfordert, wer soll denn dann bitte die große Portion vertilgen können?
    Wieder ab nach draußen und schnell noch ein bisschen durch die Straßen geschlendert und nochmal das Millennium Stadium angeschaut, welches zwar keine Schönheit ist, aber einfach toll gelegen ist, direkt am Rande der Innenstadt. Irgendwann vor zig Jahren hab ich in dem Ding mal eine Stadionführung mitgemacht, erinnere mich aber an absolut gar nichts mehr, außer an die tolle Sicht von den Rängen. Jetzt geriet ich aber plötzlich in Panik. Die Uhr zeigte 11:10 und ich hatte ja noch mein gesamtes Gepäck bei mir. Schnell zum Bahnhof um dort festzustellen, dass man in britischen Bahnhöfen offenbar kein Gepäck verstauen kann. Jedenfalls erntete ich auf die Frage danach an der Information einen Blick, als hätte ich gerade eine Niere verlangt. Zum Glück verriet Google mir ein Hotel, wo man für 5 GBP Taschen verstauen kann. In anderen Ländern kostet dich das höchstens einen Dackelblick, hier will man lieber Kohle. Lag aber auf dem Weg und nahm mir den Stress ab, jetzt konnte ich auf dem Weg Richtung Stadion wieder auf Kleinigkeiten achten, wie beispielsweise die ganzen "Amnibyniaeth"-Aufkleber (Unabhängigkeit), die es so vor ein paar Jahren noch nicht gab. Generell sieht man viel Anti-UK-Zeug, obwohl gerade die Leute im walisischen Süden immer deutlich pro-britischer waren. Eine gewisse Abneigung gibt es da auch eher im Norden, wo auch öfter noch wirklich walisisch gesprochen wird und selbst da nicht mal allzu stark ausgeprägt. Was man noch sieht sind Aufkleber anderer Fanszenen. Gladbach, Elfsborg, Hansa. Alles dabei. "Union Bears" stand auch auf einem, keine Ahnung was das bitte sein soll, aber der Union Jack darauf ist sicherlich in letzter Zeit nicht beliebter geworden.
    Das Stadion erreichte ich ziemlich genau fünf Minuten vor Anpfiff, fand auf Anhieb die richtige Kasse für meine reservierte Karte und stieg die 110 Stufen hinauf zum Oberrang. Das ist keine Übertreibung, ich hab auf dem Rückweg gezählt und kann sagen, dass die genannte Zahl maximal um vier oder fünf abweicht (scheiß Gedächtnis). Eigentlich hätte ich ja jetzt ein Bier gebraucht, aber das Spiel lief seit zwei Minuten und auf meinem Platz angekommen sah ich eine Heimmannschaft, die sich Chance um Chance herausspielte, aber vor dem Kasten einfach kein Glück hat. Swansea konzentrierte sich darauf mit Nadelstichen immer wieder zu zeigen, dass die Heimelf sich keine Fehler erlauben darf.
    Auf den Rängen demonstrierte man gesangstechnisch auch direkt mal die gegenseitige Abneigung. An anderer Stelle las ich vor kurzem einen Vergleich zwischen Cardiff und Swansea auf der einen, sowie Hannover und Braunschweig auf der anderen Seite. Einen kurzen Moment stutzte ich beim lesen, aber eigentlich ist es recht naheliegend. Hier die wunderschöne Hauptstadt, die optisch viel mehr zu bieten und einen gewissen Wohlstand erwirtschaftet hat, die Touristen in Massen anlockt. Dort das drogenverseuchte (keine Übertreibung) Dörfchen, welches einem keine Perspektive bietet, außer die Wirtschaftsflucht in die glorreiche Hauptstadt. Trotzdem schaffte Swansea vor Cardiff den Aufstieg in die neue Premier League, konnte sich dort jahrelang behaupten, den Ligapokal gewinnen, international spielen und als Sahnehäubchen konnte man mit Gerhard Tremmel sechs Jahre einen Spitzentorwart unter Vertrag halten, der keinen Vergleich mit Borel, Mielitz oder David Seaman scheuen muss.
    Ein Reintasten in das Spiel gab es (wie schon am Vortag) nicht und zumindest die Hausherren legten gut los. Was für eine Wohltat im Vergleich zur Bundesliga, wo 14 von 17 Mannschaften erstmal ganz lange keine Gegentore kassieren wollen.
    Glatzel vergibt nach wenigen Minuten per Kopf auf der einen Seite, Routledge aus der Drehung auf der anderen Seite. Vor allem Robert Glatzel konnten die Hauptstädter mit ihrem Flügelspiel über Hoilett und Whyte immer wieder gut in Szene setzen, aber selten war es zwingend genug um Torwart Woodman richtig zu prüfen. Auf der anderen Seite führt eine verunglückte Hereingabe von Celina fast zur Führung. Wenige Minuten später kommt dessen Abschluss dafür aber gewollt und platziert, aber nur an den Innenpfosten. Glück für die Gastgeber, aber das Momentum schien bis zur Pause dennoch erstmal gekippt, von der Spiellaune Cardiffs blieben nur noch mäßig gefährliche Standardsituationen. Fünf Minuten vor der Pause setzte sich ganz Cardiff in Bewegung um sich an den raren Bierbuden für die Pause zu versorgen. Ich schaute mir das Schauspiel nur aus sicherer Entfernung an, dafür fehlte mir die Geduld und so reifte der Plan in mir, statt eines ausgiebigen Stadtspaziergangs nachher einfach noch in einem Pub rumzuhängen, bis der Bus gen London abfährt. Auch 10 Minuten nach Wiederanpfiff sah man immer noch größere Gruppen wieder zu den Plätzen drängen.
    Die Pause tat den Gastgebern ganz gut um sich zu sammeln und es entwickelte sich ein netter Schlagabtausch, der aber nicht mehr für ernsthafte Torchancen sorgte. In der 70. Minute brachten die Hausherren dann Josh Murphy und Callum Paterson für Gavin Whyte und den glücklosen Robert Glatzel. Damit hätte man um ein Haar den Sieg eingewechselt denn schon nach wenigen Minuten setzte sich Murphy toll auf dem linken Flügel durch, findet mit seiner Flanke präzise den Kopf Patersons, der aber aus maximal zweieinhalb Metern nur die Latte trifft. Der Rest war dann Brechstange auf der einen, harmlose Konter auf der anderen Seite. Nach den obligatorischen 5 Minuten Nachspielzeit beendete der Schiedsrichter die Partie, mit deren Ausgang die Gäste vermutlich etwas besser leben können, sind sie doch ein Stück näher an Platz 6, welcher zur Aufstiegsrunde berechtigt. Cardiff braucht da schon ein paar Zähler mehr um den Wiederaufstieg doch noch erreichen zu können. Aber noch sind ja knapp 20 Spieltage...


    Etwas eilig marschierte ich jetzt Richtung Zentrum um doch noch einen kleinen Rundgang machen zu können. Das Schloss, die "Castle Arcade", die Einkaufsmeile und ganz wichtig: Kneipenviertel. Ich fand eine Pinte nah genug am Busnahnhof um wirklich bis fünf Minuten vor Abfahrt noch ein bisschen entspannt sitzen und vor allem zwei oder drei Pints Guinness schlürfen zu können. So verlebte ich die letzten Minuten in dieser wunderbaren Stadt mit dem Vorsatz, bald nochmal so zurückzukommen (und vielleicht ein Spiel der walisischen Liga zu sehen).
    Vier Stunden dauerte die Rückfahrt und damit nochmal 30 Minuten mehr als ursprünglich geplant. Der Bus, den ich nehmen wollte fiel spontan aus und stattdessen nahm mich ein anderer Busfahrer mit dem gleichen Ziel (London Victoria Station) mit, nur mit dem Zwischenhalt in Bristol, wo die zusätzlichen 30 Minuten draufgingen. Zuschlag für die Rückfahrt bekam übrigens der Anbieter "Megabus" mit dem unschlagbaren Preis von 10,80 GBP. Vor dem Umstieg in die U-Bahn gab es noch einen schnellen Einkauf im Sainsburys, für den Abend im Hotel bei Football musste noch Bier gekauft werden. Dazu gab es noch ein schnelles Pint in einem Pub, immerhin war noch ein 40-minütiger Zeitpuffer übrig, den ich noch irgendwie vertrödeln wollte. Das Hotel meiner Wahl befand sich übrigens in Notting Hill, weltberühmt für günstige Übernachtungen und preiswerte Lokale. So gratulierte mir auch der Typ an der Rezeption zu dem günstigen Kurs, eine Übernachtung kostet sonst wohl mindestens das doppelte, in besseren Monaten auch mal das dreifache. Da von meinem Zeitpuffer jetzt wirklich nichts mehr übrig war ging es ohne Umwege ins Zimmer, nochmal zur Rezeption (um mir erklären zu lassen, dass ich meine Chipkarte benutzen muss um den Strom einzuschalten) und wieder zurück. Gerade noch rechtzeitig um dabei zusehen zu können, wie die Packers die Seahawks vermöbeln. Das ganze Spektakel ging dann auch lange genug um meine Schlafzeit wirklich auf ein Minimum zu reduzieren, dadurch hatte ich morgens dann auch recht wenig Laune mich mit den verschiedenen Möglichkeiten auseinanderzusetzen, mit denen man zum Flughafen kommen könnte und nahm einfach den Zug. 18 GBP, das würde sich nicht mal die unverschämt teure deutsche Bahn trauen! Uhrensöhne! Ich hasse Züge! Der Flughafen war dann direkt der nächste Nervfaktor, da ich für eine etwas genauere Kontrolle ausgesucht wurde. So konnte ich mal einen von diesen futuristischen Körperscannern bei der Arbeit bewundern und einem Sicherheitsvogel dabei zusehen, wie er meine Tasche mit seinen Griffeln durchwühlt. Ich hatte ja auch noch so furchtbar viel Zeit... Der Flieger hob pünktlich ab und setzte pünktlich auf deutschem Boden wieder auf. Noch nie eine so harte Landung erlebt und noch nie so viele kreidebleiche Gesichter gesehen, aus denen fast das Frühstück gefallen wäre. War ein spaßiger Abschluss einer wirklich netten Tour.

    „Herr Schäfer kann sich gerne bei mir für den Geschäftsführer-Posten der KGaA bewerben“


    - Sebastian Kramer

  • Portionsgröße Medium hat mich schon überfordert, wer soll denn dann bitte die große Portion vertilgen können?

    Ich!

    Alles dabei. "Union Bears" stand auch auf einem, keine Ahnung was das bitte sein soll,

    Sofern nicht ironisch gemeint: Rangers

    Wattenscheid statt Bochum

  • Ich!

    Ja, ich hab dich futtern sehen, aber du müsstest echt kämpfen. :D

    Sofern nicht ironisch gemeint: Rangers

    War mir schon klar, aber ich wollte diesen Verein nur klein und unbedeutend reden. |-)

    „Herr Schäfer kann sich gerne bei mir für den Geschäftsführer-Posten der KGaA bewerben“


    - Sebastian Kramer

  • Exakt. :D

    „Herr Schäfer kann sich gerne bei mir für den Geschäftsführer-Posten der KGaA bewerben“


    - Sebastian Kramer

  • Am morgigen Tag ist es genau fünf Jahre her das ich dank @Archie mit ihn über die Osterfeiertage nach London flog. Es begannen die bis dahin verrücktesten knapp 100 Stunden meines Lebens (das sind sie eigentlich heute immer noch). Anlässlich diesen kleinen Jubiläums gebe ich mal meine Spielberichte von damals (die ich damals in einen anderen Forum unmittelbar nach der Londonfahrt verfasste) zum besten.


    Fulham FC vs. Brentford FC 1:4 (03.04.)


    Mein erstes Spiel auf der Insel am Freitag zeigte wohl die ganze Misere der Gastgeber. Sie bekamen bis auf die ersten Minuten kein Bein ins Spiel und benötigten gar einen ihn geschenkten Elfmeter um am Ende überhaupt ein Erfolgserlebnis feiern zu können. So droht den Gastgeber schlimmstenfalls Liga drei. Die Tore von Brentford waren alle fein. Die Stimmung im Stadion war eine der zweiten Liga und des Spielstandes angepasste.


    Arsenal London FC vs. Liverpool FC 4:1 (04.04.)


    Das Spiel auf das ich mich vor der Fahrt nach London am meisten freute, konnte ich doch mal Liverpool live sehen. Das erste Erlebnis gab es aber schon nach der Ankunft nach der Einlasskontrolle. Ich war zwar drin aber nirgend gab es einen Hinweis wie ich auf meinen Platz finden soll. Die Blöcke im unteren Teil des Stadions waren es jedenfalls nicht ;) . So fragte ich einen Ordner der aber relativ schnell mir an deutete das er mir nicht helfen kann, weil er seinen Platz nicht verlassen durfte. So verwies er mich an einen der mich genau so wenig verstand wie ich ihn :D . Am Ende einigten wir uns, das ich ihn einfach zum Platz folgen sollte. So ging es mit den Fahrstuhl aufwärts und bis auf mein Platz. Der war dann zwei Plätze hinter den BBC Reporter sowie 3 Meter neben der Hauptkamera der Fernsehübertragung. Ich konnte so also immer den Spiel auf zwei Plätzen folgen. Zum einen mit den Blick auf das Spielfeld, sah aber gleichzeitig so auch alle Wiederholungen des Fernsehens vor mir im Laptop des Reporters.
    Das Spiel ging dann wie die Feuerwehr los. Große Chancen auf beiden Seiten wechselten sich im Minutentakt ab. Offen bis zur 20 Minute danach schien zumindestens bei Liverpool die Luft schon weg zu sein und Arsenal übernahm nach und nach die Spielkontrolle und kamen zum 1:0. Beflügelt von diesen Treffer waren die Arsenalprofis immer ein Schritt schneller und man konnte auf Reeds Seite froh sein das es nur 3:0 zur Halbzeit stand. Wenn es nach so einer Halbzeit aber 6:2 gestanden hätte, dann wäre das wohl auch eher dieser gerecht gewesen.
    In der zweiten Halbzeit besannen sich die Mannschaften beide auf die Defensive mehr, wobei man Arsenal nicht den Willen ab sprechen konnte, das man den Zuschauern noch was bieten wollte. So ging die Halbzeit 1:1 aus und das Spiel eben 4:1. An diesen Tag war sogar am Ende so vielleicht ein Klassenunterschied zu sehen. Mein Ärger über die Niederlage konnte ich aber nicht zeigen, weil es war erstens auch in der Höhe verdient war und zum zweiten ging es ja weiter zum Abendspiel.


    Chelsea FC vs. Stoke City FC 2:1 (04.04.)


    Das Spiel, das das Spiel der Torhüter werden sollte. Wir verfolgten das Spiel aus den Gästeblock. Und es war Premiere und einzig artiges zu gleich. Wir wurden nämlich mal abgetastet. Aber nur sehr vorsichtig. Anders wie bei Spielen hier in Deutschland ist dieses in England gar nicht üblich so wohl. Auch gehen die Gästefans mit den Fans der Heimmannschaft aus den Stadion mit fast Null Polizei drum herum. Ein paar um den Verkehr zu regeln.
    Die Spielweise von Chelsea ist sehr einschläfernd. So war auch bis zum 1:0 – was auch noch ein Elfmeter war – zwar ein Spiel das sich hauptsächlich in der Hälfte von Stoke ab spielte, aber dennoch eben einschläfernd erschien. Da die Zuschauer auch mehr der Stimmung abgeneigt sind, kam diese auch nicht nach der Führung auf. Kurz vor der Halbzeit brachte dann ein 65 Yard Schuß den überraschenden Ausgleich. Der Spieler probierte einfach mal was und es klappte. Ohne eine Anspielposition in der gegnerischen Hälfte mußt eben mal drauf schießen :D. In der zweiten Halbzeit verhalf dann aber der Torwart von Stoke Chelsea zum Sieg. Das dieser verdient war, steht außer Zweifel, aber kann ja wohl getrost als nicht mehr getan wie nötig beschrieben werden. Bei den Opernpublikum ist dieses wohl auch nicht anders machbar.


    Watford FC vs. Middlesbrough FC 2:0 (06.04.)


    Das kleine Stadion im Norden der Stadt erreichten wir zwar nur über Umwege, aber den noch rechtzeitig. Was das ganze Spiel abging war unbeschreiblich. Fans die einen Dauersingrekord versuchen wollten verbreiteten Stimmung auch ohne den in Deutschland typischen Einpeitscher. Ein Fan meinte es dabei ganz fein machen zu wollen. Er war mit Begeisterung dabei und mehr. Leider saß dieser hinter mir, so das ich vergeblich hoffte, das dieses irgendwann mal nach lassen könnte :D. Begünstigt wurde dieses durch die Führung des Gastgebers. Ein zweites Tor brachte die Fankurve zur Extase. Das bis lang beste Spiel des Wochenendes ging zu Ende. Ein Zweitligaspiel bot durchaus eine 1 A Atmosphäre. Wenn die Mannschaft irgendwie aufsteigen sollte, dann sollte man das Stadion um bauen. Es reicht dann garantiert nicht mehr. Fazit: Die Engländer sind schon ein verrücktes Fussballvölkchen.


    Crystel Palace FC vs. Manchester City 2:1 (06.04.)


    Wer meinte zuschauer- und stimmungsmässig sei das Zweitligaspiel vom Mittag nicht mehr topbar sein, war an wohl noch nicht im kleinen Selhurst Park. Dort wurde schon vor den Spiel die Mannschaft gefeiert. Alte Flutlichtmasten und die Enge des Stadions ließen recht bald auch bei mir Europacuperinnerungen hoch kommen. Spielen tat unentwegt nur eine Mannschaft, die aus Manchester. Die Millionäre aus Manchester haben die 22 Beine des Gastgebers ein ums andere Mal verknotet, aber die brachten immer wieder was dazwischen. Mit den zweiten Schuß auf das Tor des Favoriten erzielte der Underdog die Führung, was der Stimmung zusätzlich gut tat. Zur Halbzeit sah das Fazit so aus, die einen wollen, die anderen können aber nicht. Die die nichts konnten führten aber 1:0. Als nach 3 Minuten der zweiten Habzeit durch ein direkt verwandelten Freistoss das 2:0 fiel, schien die Überraschung das erste Mal greifbar zu werden und eine realistische Chance darauf zu bestehen. Das diese dann zu Stande kam war zwei Glücksumständen zu verdanken. Der Anschlußtreffer fiel erst in der 78. Minute und der Schiedsrichter pfiff pünktlich nach 95 Minuten ab. Das Spiel hätte wirklich nicht einen Moment länger gehen dürfen. Der gastgeber warf sich mit allen in alle Schüsse, die letzten zehn Minuten waren eine reine Abwehrschlacht die aber mit den Fans im Rücken überstanden wurde.


    Mein Dank gilt immer noch @Archie das er mir dieses Erlebnis ermöglichte, er plante es damals alles allein bestellte die Eintrittskarten, buchte die Flüge, zeigte mir zwischen den Spielen nicht nur das touristische London und was wohl damals am wichtigsten war, er war schlicht mein Dolmetscher (weil ich kein Wort englisch kann, das ist aber heute immer noch so). Was ich mir damals schwor, habe ich mir letztes Jahr erfüllt. Mit einen Busunternehmen kehrte ich nach London zurück, dieses Mal stand logischerweise mehr das touristische im Vordergrund. Die Zeit wo wir Freiteit hatten (und ich quasi mit meinen Pap auf uns gestellt waren) kam mir das Wissen von damals und mein fast fotografisches Gedächtnis (wenn ich einmal wo war, kenne ich mich dort aus), was auch schon damals Archie bemerkte zu Gute. Obwohl wir beide kein Englisch können verhungerten wir aber auf dieser Fahrt auch nicht ;) . Viel Füsse und Hände sei Dank :D


    PPS: Wenn es nicht hier rein passt, dann einfach verschieben.

    24.09.2012 - 08.12.2012

    Danke an Wayne Simmonds (Philadelphia Flyers, 9 Spiele, 4 Tore, 10 Assists), Chris Stewart (St. Louis Blues, 15 Spiele, 6 Tore, 14 Assists) sowie Clarke MacArthur (Toronto Maple Leafs, 8 Spiele, 4 Tore, 6 Assists) im Trikot der Eispiraten Crimmitschau

  • Pogon Stettin - Brøndby IF 1:1 (0:1), Qualifikation zur Conference League



    Eigentlich hasse ich, was die UEFA und die großen Vereine und Verbände aus dem europäischen Fußball gemacht haben, trotzdem freue ich mich über die Conference League und dass man dadurch international mal wieder interessante Duelle sieht.

    Durch meine Sympathie für Brøndby wurde dann auch die Auslosung mit Spannung verfolgt… Besser hätte es kaum laufen können! Stettin ist nicht nur von der Distanz her zu schaffen, sondern auch sportlich nicht unmöglich. Eher ein Duell auf Augenhöhe. Aber ein paar Hindernisse sollten sich mir noch in den Weg stellen.

    Die größte Hürde stellte die Kartensituation dar. Auch wenn das Stadion ziemlich fertig aussieht ist da irgendwas noch nicht ganz fertig und so wird nur das halbe Stadion gefüllt. Von daher ein blödes Timing, denn der Umbau des Stadions zieht sich schon eine Weile und ist jetzt erst kurz vor der Fertigstellung.

    BIF hatte sein Kontingent etwas früher im Verkauf, hatte aber kein einziges Ticket mehr im freien Verkauf. Alle Karten waren kurz nach Verkaufsstart für DK-Inhaber weg. Bei Pogon schafften es auch nicht viele Karten in den freien Verkauf und deren Onlineshop ist eine Katastrophe, aber eine der letzten 100-200 Karten war dann doch meine. Ganz am Rand der Heimkurve. So richtig begeistert hat mich das nicht…

    Da der Kater bekanntlich covidisiert war (aufrichtiges Mitgefühl an dieser Stelle), war auch recht früh klar, dass ich die Fahrt alleine antreten werde. Dank Aktionspreisen gönnte ich mir dann auch mal den „Luxus“ einer ICE-Fahrt. Ich hätte doch einfach das Auto nehmen sollen!

    Los ging es morgens um 8, Ankunft war für ca. 14 Uhr geplant. Ich hätte wissen müssen, dass ich mir das abschminken kann. War der erste Zug nach Hannover noch annähernd pünktlich, fuhr der ICE gen Berlin schon verspätet los und häufte unterwegs dank zwei außerplanmäßiger Stopps genug weitere Verspätung an, um meinen Anschlusszug zu verpassen. Warum ein „Schnell“zug, der am Berliner Hauptbahnhof hält auch nochmal in Spandau anhalten muss bleibt dabei ein ungelöstes Rätsel. Damit beraubt man sich freiwillig einer eigentlichen Stärke solcher Züge.

    So kam ich ungewollt zu zwei Stunden Aufenthalt in Berlin, die ich dann doch lieber in Stettin verbracht hätte. Der Kater gab mir aber den berechtigten Hinweis, dass das Poststadion fußläufig vom Hauptbahnhof erreichbar ist. Bei der Hitze waren aber auch die knapp 15-20 Minuten mit dem Gepäck kein Vergnügen. Wieso kann man nicht sämtliche Fußball-Wettbewerbe in die Zeit von September bis April quetschen? Am Stadion angekommen erspähte ich direkt ein geöffnetes Tor und begab mich auf die schattige Tribüne. Kaum betrat ich Minuten später für ein paar Fotos die Laufbahn stürmte so eine Spinatwachtel auf mich zu, dass ich auf keinen Fall irgendwelche Bilder machen darf. Hä? Mich irritierte das ganze dann doch etwas, weil meine Anwesenheit offenbar kein Problem darstellte, wie sie mir zu meiner noch größeren Verwirrung sagte. Da dort aber noch ein paar Figuren rumlatschten, die da wohl arbeiten hatte ich keine Argumente und auch keine Lust mich weiter mit ihr auseinanderzusetzen.

    Der Rest der Hinfahrt verlief so, wie man sich eine Zugreise in Ostdeutschland vorstellt. Das Land zwischen Berlin und Stettin ist einfach wie ausgestorben, da wundert es einen auch nicht, wenn wegen Gleisarbeiten ein Teil der Route per Bus (!) überbrückt werden muss um dann den Rest mit einer Regionalbahn zu fahren. So stelle ich mir eine Auswärtsfahrt quer durch Estland, Weißrussland oder Georgien vor.


    Die extrem späte Ankunft ließ dann auch nicht mehr viel Zeit. Ab ins Hotel, duschen und noch etwas über eine halbe Stunde die Füße hochlegen. Ebenfalls im Hotel war eine recht große Truppe mit „Gedania 1922“-Trainingsklamotten. Eine Recherche, was der Viertligist aus Danzig nach Stettin führt blieb allerdings ergebnislos. Übrigens ebenfalls ein Verein mit sehr spannender Historie, wie ich später noch nachlesen konnte, die lasse ich hier jetzt aber doch mal weg.

    Mit der Tram ging es dann bis fast direkt vors Florian-Krygier-Stadion. Gastgeber Pogon wurde bisher übrigens zweimal Vizemeister und stand dreimal im Pokalfinale. Titel sprangen bisher nicht heraus und selbst bei belanglosen „Wettbewerben“ wie dem Ligapokal gab es nicht mehr als ein verlorenes Finale. Richtig ruhmreich ist Pogon also nicht, aber auch die internationale Glanzzeit von BIF liegt schon ein paar Tage zurück, auch wenn die sich schon ein bisschen anders liest mit unter anderem einem Uefa-Pokal-Halbfinale (kleiner Fakt am Rande: Rudi Völler verhinderte mit einem Tor zwei Minuten vor Schluss für AS Rom den Finaleinzug). Heute ist man jedenfalls qualitativ ungefähr gleichauf…

    Eigentlich sollte noch ein Schal als Souvenir gekauft werden, aber ich fand nur eine einzige winzige Bude mit zwei verschiedenen, die sich in ihrer Hässlichkeit kaum unterschieden. Einen richtigen Fanshop konnte ich jedenfalls nicht finden. So ging ich in der Hinsicht leer aus. Das heimische Publikum ist extrem spannend. Rein optisch ein bisschen wie in England, nur im Schnitt 30 Jahre jünger und daher geht es auf den Rängen doch sehr lebendig zu. Donnerwetter, ist das laut! Für das Stadion selber gibt es die Tage nochmal einen Stadiontest im entsprechenden Thread, hier nur so viel; in keinem Stadion in Deutschland hab ich jemals auch nur annähernd so gut gegessen. Dagegen schmeckt die beste Stadionwurst hierzulande immer noch total scheiße. Richtig irre, wie gut das Ding geschmeckt hat - schönen Gruß an Pilsen, die diesbezüglich damit harte Konkurrenz haben. Die würde ich jetzt zum direkten Duell gerne auch nochmal verputzen, aber ich glaub, Stettin gewinnt das Duell knapp.

    Das Stadion war mit seinen aktuell nur 8.700 Plätzen natürlich restlos voll und die Atmosphäre großartig. Der rappelvolle Gästeblock zog 90 Minuten mit nahezu 100% der Mitgereisten mit um gegen die brachiale Lautstärke der Heimkurve anzukommen. Ich hätte zu gerne irgendwo in der Mitte gesessen um das Spektakel zu hören, so war es vor allem der Pogon-Mob, den ich die meiste Zeit gehört habe. Hexenkessel ist hier eindeutig noch untertrieben und diesbezüglich bin ich voll auf meine Kosten gekommen. Nur schade, dass das Liedgut nicht sehr abwechslungsreich ist und die fünf oder sechs Sachen in wechselnder Reihenfolge aufs Spielfeld geschmettert werden. So ein bisschen wie „Radio 21“; alles ganz cool, aber wenn man das einen ganzen Tag hört verdreht man irgendwann die Augen. An dieser Stelle muss ich betonen, dass das Jammern auf hohem Niveau ist, in Sachen Lautstärke stellt das definitiv sehr, sehr viele Kurven Westeuropas (fast alle, die ich bisher gesehen/gehört habe) in den Schatten. Schon ziemlich krasse Scheiße!

    Brøndby spielte von Beginn an munter drauf los und suchte sein Glück in der Offensive. Nun ja, wenn man keinen Stürmer hat, der mehr als dreimal pro Jahr trifft ist es wohl die beste Strategie, sich eine solche Vielzahl von Chancen zu erspielen, dass schon zwangsläufig irgendwann mal jemand durch einen glücklichen Zufall am richtigen Ort steht und trifft. Hedlund, Cappis und Divkovic sollten nicht diejenigen sein, trotz guter Möglichkeiten in den ersten 20-25 Minuten. Stattdessen war es Außenverteidiger Riveros, der den Ball nach einem Abpraller in der 28. Minute in den Winkel beförderte. Unhaltbar und natürlich pure Ekstase im Gästeblock. Sah ein bisschen so aus wie ein durchschnittliches Tor in der ehemaligen Qiumi-Fifa-Liga. Brøndby kontrollierte danach weiter das Spiel nach Belieben, war aber nur vor der Pause noch einmal bei einem Freistoß gefährlich. Da ich mich gerade mit dem Gedanken „das wird ja sowieso nix“ umgedreht habe um Bier zu holen konnte ich nicht mehr sehen wer den Ball Richtung Gehäuse zimmerte, nur viele blasse Gesichter um mich herum konnte ich vernehmen. Muss echt knapp gewesen sein. Dass Brøndby aber im Winter seinen Toptorjäger in die USA verramscht hat und seitdem immer noch keinen ernsthaften Nachfolger geholt hat ist einfach ein großer Witz und rächt sich immer und immer wieder. Dabei kündigte man zum Ende der letzten Saison diesbezüglich an zu handeln. So stand zur Pause eine fragile 1:0-Führung, obwohl man längst die Planungen für die nächste Runde hätte beginnen können. Zu diesem Zeitpunkt wirkte es nicht unbedingt wie ein Duell auf Augenhöhe.

    Nach der Pause änderte sich das Bild aber doch mal schlagartig. Nach vorne gepeitscht vom lautstarken Mob (samt ordentlicher Pyroeinlage kurz nach Wiederanpfiff) stürmte Pogon auf das Tor und ließ dabei eine Menge liegen. Immer Pech ist Unfähigkeit. Hedlund und Sebulonsen hätten bei starken Kontern beide jeweils den Deckel drauf machen können um Pogon für seinen Chancenwucher zu bestrafen, stattdessen kam es doch, wie es leider kommen musste. BIF ließ sich vollständig im eigenen Strafraum festnageln, hatte außer den beiden genannten Kontern faktisch keinerlei Spielanteile mehr und sechs Minuten vor dem Ende fand Zahovic die entscheidende Lücke in der Defensive und ließ Hermansen mit einem platzierten Schuss in die Ecke keine Chance. Dabei blieb es dann auch. Zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten, ein leistungsgerechtes 1:1. Die Hoffnung auf die nächste Runde und ein Duell mit Basel lebt. Aber auch die fehlende Reaktion auf den Ausgleich entmutigt mehr, als dass es Optimismus entstehen lässt. Eine gelbe Karte für Zeitspiel von Torwart Hermansen, der ganz gut überblickt hat, dass seine Vorderleute wie schwer getroffene Boxer rumgetaumelt sind. Das war Brøndbys Antwort auf den wuchtigen Sturmlauf der Hausherren. In einer Woche muss das anders laufen…

    Am Gästeblock wurde wohl irgendwann während des Spiels ein provokatives Banner an die Gäste adressiert, was diese mit massenhaft Bierbecher-Würfen quittiert haben. BIF ist wohl nicht amüsiert und untersucht den Vorfall, aber an dieser Stelle dennoch ein Lob an den Mob vor Ort. Dass man die Jungs trotz der lauten Heimkurve in genau dieser immer wieder mal vernehmen durfte verdient richtig fetten Respekt. Mit gemischten Gefühlen verließ ich also zum Abpfiff das Stadion, aber trotz der sportlichen Bedenken überwogen hier die positiven Eindrücke doch stark.

    Ich bescherte auf dem Rückweg noch einem Irish Pub geschätzt die Hälfte des Tagesumsatzes und gab zeitig der Müdigkeit des langen Tages nach. Abgesehen von der Stadionwurst bestand meine Ernährung an diesem Tag ausschließlich aus einer Flasche Wasser und etwa vier Litern Bier.


    Dass ich abends im Hotelzimmer nach den Guinness in der Pinte noch ein paar Carlsberg genascht habe sollte sich morgens rächen. Ich hab schon länger und besser geschlafen, aber der volle Tank riss mich immerhin früh genug aus dem Schlaf, um einen wirklich ausgiebigen Spaziergang zu machen.

    Mit knapp über 400.000 Einwohnern ist die alte Hansestadt die siebtgrößte Stadt in Polen und optisch erahnt man zumindest schon die vielfältige und spannende Geschichte der Stadt. Das reiße ich an dieser Stelle nur ganz kurz an; entstanden aus dem Zusammenschluss einer slawischen und zweier kleiner deutscher Siedlungen ging es im 13. Jahrhundert wirtschaftlich steil bergauf und 1278 trat man der Hanse bei. Mit dem Bau des Schlosses 1309 wurde Stettin auch offiziell Residenzstadt von Pommern. Selbst Konflikte wie der zwischen dem Deutschen Orden und Polen erwiesen sich als nützlich, da beide Seiten Stettin Handelsprivilegien gewährten.

    Rückschläge musste die Stadt in Form von Pestepidemien hinnehmen. Als Herzog Philipp II. das Schloss vergrößern ließ und noch weitere Bauprojekte in Angriff nahm, zu deren Finanzierung 1616 eine Biersteuer eingeführt wurde war ein dreitägiger Volksaufstand die Folge, wodurch die Steuer wieder verschwand. Nie hab ich mich der Geschichte einer Stadt mehr verbunden gefühlt als an diesem Punkt.

    Während des Dreißigjährigen Krieges besetzten die Schweden 1630 die Stadt und blieben auch über den Frieden von 1648 hinaus dort. Im Nordischen Krieg wurden sie sehr kurzzeitig dort vertrieben. Aber erst im Großen Nordischen Krieg fiel Stettin 1720 endgültig an Preußen.

    1806 kamen für ein paar Jahre die Franzosen und wurden 1813 vertrieben.

    Im zweiten Weltkrieg gehörte Stettin zu den 20 am meisten zerstörten deutschen Städten, vor allem 1944 gab es mehrere große Luftangriffe auf die Stadt und den Hafen, wonach mehr als die Hälfte der Stadt nur noch eine Trümmerwüste darstellte. Wenige Jahre zuvor hatte die etwa 1000 Menschen umfassende jüdische Gemeinde Stettins die zweifelhafte Ehre, als erste jüdische Gemeinde einer deutschen Stadt vollständig ins besetze Polen deportiert zu werden. Nach dem Krieg war der genaue Grenzverlauf zwischen Polen und Deutschland zunächst unklar, auch wurden linientreue deutsche Bürgermeister von der Sowjetunion eingesetzt und die Westalliierten setzten sich für die Oder als Grenzverlauf ein. Doch die Sowjetunion schuf kurz darauf vollendete Tatsachen und übergab die Stadt ohne Rücksprache mit den Westalliierten an polnische Verwaltungsbehörden.

    In den 70ern und 80ern entwickelte sich Stettin zu einer oppositionellen Hochburg und 1980 wurde im Stettiner Hafen die Legalität von „Solidarnosc“ erreicht und in Stettin fand auch die erste freie Kommunalwahl Polens nach dem Zusammenbruch des Ostblocks statt.

    Auch heute widersteht die Stadt totalitären Gedanken, wodurch die Piss-Partei vom noch existierenden Kaczynski hier eine deutlich kleinere Rolle spielt als beispielsweise im Osten des Landes. Außerhalb Londons hab ich nie mehr EU-Flaggen gesehen als hier…


    Heute prägen auch zahlreiche Baustellen das Stadtbild. Überall Kräne und sonstige Baufahrzeuge, in jeder zweiten Straße wird irgendwas renoviert, gebaut oder abgerissen. Das hat die Stadt auch immer noch nötig, auch wenn Stettin noch ein bisschen was an schöner Bausubstanz hat. Ich mag die Mischung aus schönen, alten Gebäuden und typischer Ostblock-Architektur, die Unmengen an Beton verschlungen hat.

    Ein Eindruck, den ich am Vortag bereits im Stadion gewonnen habe und der sich in der Stadt nochmal verstärkt; der russische Angriffskrieg auf die Ukraine bewegt die Menschen deutlich mehr als bei uns und die Sympathien sind - zumindest in Stettin - klarer verteilt als bei uns, wo man gerne mal Verständnis für den armen, provozierten KGB-Penner aufbringt. Überall irgendwelche Plakate, Aufkleber, Graffiti oder auch T-Shirts bei den Einheimischen. Auch bedingt durch die eigenen leidvollen Erfahrungen mit dem großen östlichen Nachbarn bewegt der Krieg die Menschen hier auf emotionaler Ebene deutlich stärker.

    Am Ende von knapp zehn Kilometern Fußmarsch stand noch ungeplant ein Ausflug über so einen Flohmarkt, wo unter anderem internationales Essen (und ganz wichtig: Getränke!) angeboten wurde an. Eigentlich nur durch puren Zufall drüber gestolpert hielt ich mich hier doch recht lange auf und habe mich noch von einer geschätzt 250 Jahre alten Verkäuferin aus Litauen böse über den Tisch ziehen lassen als sie gesehen hat, dass meine Begeisterung für Bier aus Vilnius jede Vernunft in meinem Kopf entfernt hat.

    Nach diesem Mittagsbier und einem kurzen Einkauf in einem dieser vielen kleinen Läden (wie ein etwas größerer begehbarer Kiosk - und die sind da gefühlt alle 20 Meter) gab es einen Mittagsschlaf, der dann doch etwas länger als geplant ging.


    Bis zum Abend hatte sich auch das Wetter wieder beruhigt. Mittags war es unfassbar warm, dazu aber hässlich grau und - das kannte ich gar nicht mehr - es gab immer wieder mal ein paar ganz kurze Schauer. Am späten Nachmittag war es dann nicht mehr wie im Amazonas und nun konnte mal das Zentrum ein wenig inspiziert werden statt erneut dem inneren Drang nachzugeben ans Wasser zu gehen.

    Dahin ging es aber zum Sonnenuntergang doch noch - erwies sich die Innenstadt doch als komplett langweilig - steuerte dabei die Hakenterrasse an. Dort befinden sich ein paar nette Bauwerke, welche darauf warteten fotografiert zu werden. Benannt ist diese Terrasse nach Hermann Haken, der von 1878 bis 1907 Bürgermeister von Stettin war und unter dessen Regie dort am Westufer der Oder gebaut wurde. Meinen Erfolg beim fotografieren kann man bestenfalls als mäßig bezeichnen, immerhin konnte ich noch ein paar Minuten die Stettiner Antwort auf das „London Eye“, nämlich einen kompletten Jahrmarkt samt Riesenrad am anderen Oder-Ufer bewundern.

    Nach knapp 15 Tageskilometern war mein Tag dann auch vorbei und mit einem unsicheren Gefühl, welche Steine die Bahn mir am nächsten Tag in den Weg legen wird, ging es kurz nach 11 in die Koje.

    Geschlafen hab ich aber dennoch erst um 4 oder so. Seit zwei Wochen haben mich die in unregelmäßigen Abständen heimsuchenden Schlafstörungen fest im Griff und als um 8 der Wecker bimmelte war ich nicht unbedingt begeistert nun eine doch recht weite Rückreise antreten zu müssen.

    Die Erfahrungen der Hinfahrt haben mich dann auch direkt dazu gebracht früher als geplant loszufahren um Verspätungen der Bahn ausgleichen zu können. Ab Berlin herrschte für mich Zugbindung. Den ersten Patzer legte dann auch direkt mal die Bahn-App hin, als sie mich aufs falsche Gleis schicken wollte, glücklicherweise hab ich die Anzeigetafeln vor Ort noch rechtzeitig beachtet.

    Die Strategie der frühen Rückfahrt bescherte mir direkt wieder zwei Stunden Aufenthalt in Berlin, die ich diesmal komplett ungenutzt verstreichen ließ, außer dass ich mir zeitweise die Zweitligakonferenz gab und dabei ein wunderschönes Eigentor der Eintracht aus dem Zonenrand gewundert durfte. Auch der Rest verlief unspektakulär und es gab keine größeren Verspätungen, so dass kurz vor 18 Uhr die erste längere Fußballtour seit Pandemiebeginn in der Heimat endete…


    Fotos folgen je nach Faulheit im Laufe der nächsten zwei bis zehn Tage, zusammen mit dem Stadiontest

    „Herr Schäfer kann sich gerne bei mir für den Geschäftsführer-Posten der KGaA bewerben“


    - Sebastian Kramer

    3 Mal editiert, zuletzt von Hannoi1896 ()

  • Sehr gut geschrieben bis auf diesen Satz:

    Die Hinfahrt verlief so, wie man sich eine Zugreise durch Ostdeutschland vorstellen würde.


    :knueppel:


    Diese Landstriche, wo absolut tote Hose ist, gibt es hier auch. :cool2:

  • Diese Landstriche, wo absolut tote Hose ist, gibt es hier auch. :cool2:

    Selbstverständlich richtig. Aber dieser ganze Bereich um Berlin herum ist schon echt tot und da, wo was ist sieht auch alles eher deprimierend aus. Gerade wenn man Richtung Stettin rausfährt.

    „Herr Schäfer kann sich gerne bei mir für den Geschäftsführer-Posten der KGaA bewerben“


    - Sebastian Kramer

  • Fahr mal nach Eggesin (Neubrandenburg), da ist wirklich außer Steppensand nichts. War zu Warschauer Pakt-Zeiten Manövergebiet der NVA. :D

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