Spielberichte & Aktuelles aus dem Berliner Amateurfußball

  • ja ok. :D


    „Die sportlich Verantwortlichen in der Bundesliga haben häufig nicht genügend Managerqualität“ - Martin Kind

  • Berliner Landespokal, 2. Runde: SSC Teutonia - Viktoria 1:10 (0:5)


    Video mit Blick auf den Sportpark und die unglaublich hässlichen Trikots der Gastgeber

    Das richtige Stadion Hakenfelde fehlte mir ja noch, daher nahm ich diesen Mittwoch das Pokalspiel gerne mit. Mit dem RE kommt man wirklich gut durch die Stadt und tief im Westen, in Spandau, passte sogar der Bus, so dass ich recht pünktlich am Platz war. Bereits im Bus fiel mir ein Typ mit Bauchtasche und Ellesse-Rucksack auf. Sollte das Klischee stimmen? Ja, den er folgte mir Richtung Stadion.

    Hinter dem schönen, quadratischen Vereinsheim gab es Grillgut und Getränke, aber leider kein Souvenir. Erst in der Halbzeit sprach ich den richtigen an, der auf verborgene Schätze irgendwo in der Asservatenkammer sprach. Also Mail an den Vorstand und der Dinge harren.


    Im gut gefüllten Rund fanden sich auch schnell einige der üblichen Hopper aus der Hertha-Szene, am hinteren Ende dann zwei neutral gekleidete Unioner, neben die sich dann prompt irgendwelche Experten mit Weinrot in unmittelbarer Nähe platzierten. Das Spiel wurde bereits durch die frühe Führung Viktorias kurz nach Anpfiff vorentschieden. Die Gastgeber waren nie richtig im Spiel und gänzlich chancenlos. Die Hoffnung auf eine Überraschung fiel also aus, da muss nun wer anders die Hellblauen eliminieren.


    Kleines Highlight war die Rückfahrt. An der Bushaltestelle sammelte sich ein stattlicher Pulk, die allesamt wieder Richtig S+U Spandau mussten. Doch der werte Fahrer ließ alle vorne erstmal das Ticket vorzeigen (war ja nach 20:00!) und weigerte sich, die mittleren und hinteren Türen zu öffnen. Dieses Spielchen wiederholte sich noch an jeder folgenden Stelle, bis einer in dem übervollen Bus hinten raus wollte. Aber nicht mit dem Kraftfahrer - da könnten ja sonst was für Leute heimlich einsteigen! Also musste der arme Tropf weiter mitfahren, bis er dann später doch noch rausdurfte ... doch auch dem Rest erging es kaum besser. Der RE Richtung Zivilisation, den man sonst locker geschafft hätte, fuhr nämlich genau zu dem Zeitpunkt, als der vermaledeite Bus endlich mit mehreren Minuten Verspätung ankam. :stoehn:


    Plakat

    Eintritt für alle!

    Stiftetasse

    Mural

    Klohäuschen

  • Kleines Highlight war die Rückfahrt. An der Bushaltestelle sammelte sich ein stattlicher Pulk, die allesamt wieder Richtig S+U Spandau mussten. Doch der werte Fahrer ließ alle vorne erstmal das Ticket vorzeigen (war ja nach 20:00!) und weigerte sich, die mittleren und hinteren Türen zu öffnen. Dieses Spielchen wiederholte sich noch an jeder folgenden Stelle, bis einer in dem übervollen Bus hinten raus wollte. Aber nicht mit dem Kraftfahrer - da könnten ja sonst was für Leute heimlich einsteigen! Also musste der arme Tropf weiter mitfahren, bis er dann später doch noch rausdurfte ... doch auch dem Rest erging es kaum besser. Der RE Richtung Zivilisation, den man sonst locker geschafft hätte, fuhr nämlich genau zu dem Zeitpunkt, als der vermaledeite Bus endlich mit mehreren Minuten Verspätung ankam. :stoehn:

    Ich hätte jetzt gesagt, typisch netter Berliner Busfahrer |-)

  • War aber ein Bus der OVP (?), nicht der BVG. Vermutlich einer aus dem Umland und die nette Servicekraft war sauer, abends noch durch das Spandauer Outback zu gondeln. Dafür hat ihn aber auch jeder angepflaumt. Heute ist der Spielplan eher mau. Entweder noch hinter Spandau (Falkensee) oder ein eher langweiliger Verein innerhalb der Stadt.

    Das Nachholspiel TeBe vs Tasmania ist am 3.11. (Mittwochs ..)

  • Fahrradtour Baumschulenweg nach Zernsdorf plus neuer Sportplatz - schmerzende Knie, überraschend gutes Spiel und im Bunde mit der Lokomotive


    SV Zernsdorf - Frankonia Wernsdorf II 3:5 (1:5)


    Strecke mit komoot


    Prolog: Vor Jahren war ich durch meine damalige Partnerin mal in Zernsdorf. Die Fahrt kam mir ewig vor, der Ort hügelig und verwaldet, aber ich war da noch in Neukölln und wenig außerhalb unterwegs. An den Sportplatz konnte ich mich noch erinnern, doch es schien utopisch, ohne Auto da hin zu gelangen.


    Heute: Durch die Fußballtouren ist fast ganz (Fußball-)Berlin erschlossen und nach den ersten Touren mit der Bahn kamen zuletzt auch Radtouren in's Umland hinzu (--> Bruchmühle / --> Kloster Lehnin). Nun war die Zeit reif, eine Tour von der eigenen Haustür bis zum Sportplatz im Umland anzugehen. Und es hat bestens funktioniert. Zumindest bis auf das übliche Problemchen, dass der Reifen Luft brauchte und ich fluchend feststellte, dass hinten die Kappe fehlt. Und die Hose ohne Gürtel rutscht. Noch mal hoch, Attacke. Wenn ich pünktlich zum Anpfiff da sein will, hätte ich vor zehn Minuten losfahren müssen. Gott sei Dank rechnet komoot eher konservativ und wenn man wie ein Henker fährt, holt man auch die Zeit wieder auf. Blöd nur, dass bei der rechten Pedale schon das Eisen aus dem Gummi lugt.


    Die Strecke ist denkbar einfach, wenn man wie ich im Südosten wohnt. Parallel zum Adlergestell bzw direkt darauf immer nach Süden hinunter, vorbei an Schöneweide, Adlershof und Grünau, durch den Wald und nach Schmöckwitz, über die Stadtgrenze nach Eichwalde. Hier reiht sich Ortsschild an Ortsschild, es folgen Zeuthen, Wildau und bald auch Königs Wusterhausen. Nahezu das gesamte dörfliche Umland ist dort mittlerweile eingemeindet. Zwischen den Schienensträngen und der Dahme wird Letztere mit einer überdachten (!) Fußgängerbrücke überquert und gelangt nach Niederlehme. Wieder gen Süden gelangt man zur Schleuse Neue Mühle und hier scharf gen Osten durch den Wald wartet endlich das besagte Zernsdorf.

    Der Ort ist weniger verwaldet als in Erinnerung, es gibt lichte Stellen mit einer Armada brandneuer Ytong-Hütten. Parallel zur den zahlreichen Gewässern muss ich noch an's andere Ende, aber wenigstens ist der Sportplatz direkt an der Straße.


    SV Zernsdorf 1959

    Am Eingang konnte mir der schwerhörige Eintrittsnehmer zumindest sagen (nach dreimaligen Nachfragen ..), dass die Fanartikel vom Getränkestand betreut werden. Doch bevor das wohlverdiente Radler im Vereinsbecher zu mir kam, nahm ich die Freiluftkegelbahn in Augenschein, die dort neben dem Platz steht. Herrlich. I'm on a highway to Alle Neune! pfiff ich vor mich hin und verpasste direkt das erste Tor für die Gäste. Dreck. Aber die Kegelbahn ist der Hammer, die will ich bei Tas auch.

    Getränk und Knacker wurden gesichert und die Wirtin angehauen, die versprach, sich umzusehen. Shirt, Schals und Käppis hätten sie wohl, Nadeln, Pins und Wimpel sehen aber schlecht aus. Da ist wohl gerade nichts da.

    Das Spiel war offensiv recht gut, die Gastgeber spielten häufiger über rechts, allerdings fehlte vorne einfach der Knipser, der die Dinger reinmacht. Den hatten jedoch die Gäste mitgebracht, der Kicker mit der Nummer 10 traf zwischen der 3. und der 30. Spielminute nämlich gleich fünf Mal, quasi der Kreisliga-Lewandowski. Dabei leistete sich Wernsdorf II noch den Luxus, die Mutter aller vergebenen Toptorchancen vorzuführen: wenn der Stürmer nach einem weiten Ball das Leder am herausstürmenden Keeper vorbeispitzelt, aber dann im Laufduell mit dem hinterherhechelnden Verteidiger das Spielgerät an den Pfosten setzt. Letztlich zertrümmerte die zaghafte Defensive Zernsdorfs und die gnadenlose Effektivität der Gäste alle Angriffsbemühungen.

    In der Zweiten Hälfte gaben die Gastgeber weiterhin Gas und kamen immerhin noch zu zwei Anschlusstreffern. Doch nach der kuriosen Elfmetersituation waren die letzten Körner verschossen. Die Entstehung war herrlich: weiter Ball, Torwart eilt heraus und der Verteidiger bogenlampt das Leder über ihn hinweg, wo der erfreute Zernsdorfer plötzlich frei vor'm leeren Gehäuse stand, aber vorher abgeräumt wurde. Ziemlich klarer Elfer eigentlich, aber der verursachende Verteidiger beackerte den Schiedsrichter. :stoehn:

    Der hatte aber auch noch seinen Einsatz. So sah die Nummer 14 der Gäste lauf Ticker in der 63., 77. und 87. Minute jeweils die Gelbe Karte. ;D

    Bei der Zweiten ist er noch ausgebüchst und hat sich irgendwo hinter den Mitspielern versteckt, bei der dritten ist er nach einem taktischen Foul dann doch achselzuckend vom Platz gestiefelt, während der Referee die Gelbe wieder einpackte und weiterspielen wollte. Erst die zahlreichen "der hat schon Gelb!" - Rufe animierten ihn, das eigene Gekritzel auf der Karte doch etwas näher zu untersuchen und zeigte Rot, als der besagte Übeltäter schon fast in der Kabine war ..


    Zwischendurch meldete sich die Getränkefrau und führte mich zu Fanartikelvitrine. Shirts trage ich nicht, der Schal leider nicht meine Preiskategorie und Baseballmützen mag ich nicht. Doch in der letzten Schublade lag plötzlich ein Stapel Wimpel des Vorgängervereins Lokomotive Zernsdorf. Mit einer Spende meinerseits bekam ich einen und kann meinen Eisenbahnfetisch ein weiteres, unerwartetes Accessoire hinzufügen. An der Küchenwand hängen schon die "Kollegen" von Lokomotive Potsdam, Lokomotive Schöneweide und Lokomotive Stendal ...


    Ein besonderes Highlight bei dem pöbelstarken Anhang bei und auf der Trainerbank war eine kleine Blonde (Muddi? Freundin?), deren mächtiges Organ Schiedsrichter wie Gästespielern vermutlich noch abends in den Ohren klingeln. Laut, Widerspruch planierend und gestochen scharf konnte man vermutlich selbst in Königs Wusterhausen jedes Wort verstehen. Und sie schimpfte viel. Kaum auszudenken, wenn jemand ihrem Mann/Sohn/Lieblingsspieler was angetan hätte. Der wäre vermutlich direkt in den See geworfen worden ..


    Nach Spielschluss auch mein Entschluss, die gesamte Strecke wieder zurückzufahren. Zugegeben, vor Grünau machten sich die Knie bemerkbar und ich war froh, eine neue, noch weniger befahrene Parallelstraße zum Adlergestell entdeckt zu haben, die direkt zum ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerk Schöneweide führt. Dort ist im Denkmalgeschützten Wasserturm ein Verein - gestern und heute war da Tag der offenen Tür :galmi: - und erhalten das am Leben. Und direkt am Eingang steht eine alte, stattliche Lokomotive .. :love:

    Ein rühriger, steinalter Eisenbahner unterhielt sich mit mir und ich versprach, die Termine mal besser im Auge zu behalten. Danach ging es Richtung Heim, nicht ohne eine Belohnungspizza zu erbeuten. Mit 72 Kilometern habe ich die auch verdient, finde ich. :kuzze:


    Spielbericht auf fussball.de - da ist auch der Ticker


    Eingangsschild

    Kassen(halb-)häuschen

    Anzeigetafel

    Trainerbankmural

    Transparent

  • RSV Eintracht Stahnsdorf 1949 - FC Mecklenburg Schwerin 0:1


    (Oberliga Nordost / Staffel Nord)


    Anreise

    Als heutige Fahrt wurde der größte Verein Brandenburgs auserkoren - und der stammt aus dem Dorf Stahnsdorf. Mit dem Rad muss man hier aus dem Berliner Südosten quasi den gesamten Süden der Hauptstadt durchackern, über Britz (Bezirk Neukölln), Mariendorf (Tempelhof) nach Lichterfelde (Steglitz-Zehlendorf) und dann scharf nach Süden hinter den Teltowkanal, der Brandenburg von Berlin trennt und Teil des Mauerwegs ist. Hinter Teltow (ist den meisten Berlinern noch wegen der S-Bahn ein Begriff) und südlich von Kleinmachnow liegt das besagte Stahnsdorf - hier müsste man westwärts nur noch durch ein Wäldchen und gelangt so an den Westrand Potsdam-Babelsbergs ...

    Tour auf der der Karte

    Blöderweise zeigte das Rad ernsthafte Verschleißerscheinungen, zwischen Lichterfelde und Teltow löste sich die Gummierung der rechten Pedalkurbel. Beim Fluchen darüber noch einen Abzweig verpasst und einen kleinen Umweg gefahren und wäre dann tatsächlich fast nach Potsdam gefahren. Dazu grauer Himmel und jede verdammte Ampel Rot. Bis es anfing zu regnen und ich mir dachte, dass ich dann an der nächsten Ampel meine Regenjacke anziehen kann. muss ich noch schreiben, was dann geschah ..?


    Verein

    Im Heinrich-Zille-Stadion findet sich ein schmucker Rasenplatz, ein neues, großes Vereinsheim auf der Gegengerade und einen Erdwall für die Zuschauer gegenüber mit einzelnen Parkbänken. Am Eingang gibt's ein kleines Holzhäuschen für den Eintritt, für 6 Euro gibt's auch ein Programmheft. Souvenirs gibt's nur Schals für 15€, dafür nahm ich später einen Becher mit Wappen drauf mit, bei einem Becherpfand von einem Euro geht das.


    Spiel & Zuschauer

    Zunächst stand ich am hinteren Ende bei den halbstarken Pöblern, also ordentlich Unterhaltungspotential mit klassischem Satzbau (Aufforderung - Zielperson (Schieri oder Gegenspieler) - Alder!).

    Zur Halbzeit wollte ich mir dann mal das Vereinsheim anschauen, die "Zille-Stube". Die sollte sich als geschlossen erweisen. Doch auf dem Weg erkannte mich ein Hertha-Hopper und für Unterhaltung auch weiterhin war gesorgt. Er hätte mich sogar zum nächsten Spiel mitgenommen, doch ich wollte meine Mühle nicht zurücklassen.

    Ich kam also wegen des Rades zu spät, musste erst ein Getränk beschaffen, stapfte die sogenannte Tribüne entlang und sah, wie nach einem Freistoß am langen Pfosten ein Gästespieler einköpfte. Ansonsten gelang den Gastgebern kein Zugriff auf's Spiel, die Gäste vergeigten dazu den sich bietenden Raum wirklich desaströs. Das spiel hätte keinen Sieger verdient, doch die Gäste wissen wohl selber nicht, wie sie diese Partie gewinnen konnten.

    Nach Schlusspfiff noch ein paar hitzige Diskussionen, die in Rudelbildung und einer beinahe-Massenschlägerei endete. Selbst meine Halbstarken stapften den langen Weg über's Feld zum Ort des Geschehens, dass sich aber zwischenzeitlich beruhigte. Wie im Kindergarten.


    Das Rad war noch irgendwie fahrbereit und so ging die Strecke dann gänzlich zurück.

  • Regionalliga Nordost: Tasmania Berlin vs Union Fürstenwalde 3:3 (2:0)


    Irre Spiel, dass man eigentlich nicht nicht gewinnen kann und doch muss die Mannschaft nach dem Ausgleich in letzter Minute zufrieden sein.


    Im Bericht von Ostsport sieht man schön die Tore. Fürstenwalde fand in der Ersten Halbzeit kaum statt, beim ersten Tor sauber überrumpelt mit einem langen Ball, beim zweiten Treffer gut im Spielaufbau gestört, Emre beides Male blitzsauber verwandelt. Die beste Chance hat Ostsport aber unterschlagen: eine saubere Kombination durch den Strafraum landete bei Bier, der den Keeper mit einem Heber überwand, aber ein Verteidiger hat den noch von der Linie gekratzt. Mit einem 3:0 wäre das Spiel wohl gelaufen. Fürstenwalde stand jeweils viel zu hoch und fand gegen unseren Wirbelwind vorne kein Mittel. Zumindest bekam man eine Ahnung, warum Fürstenwalde a) im Keller steht und b) sehr viele Gegentore bekommt.


    Leider bewies Tasmania im Zweiten Durchgang, warum sowohl a) als auch b) genauso auch bei uns zutrifft. Der Gegner war eigentlich ratlos, es fehlte nur noch der dritte Treffer, um es zu entscheiden oder Stabilität, das Ding nach Hause zu schaukeln. Beides fehlte; innerhalb von zwei Minuten wurde die Führung verschenkt. Außen lässt man den Gegner ziehen, der Ball rutscht zum langen Pfosten durch und dann wieder zurück auf den anderen und dort muss der Adressat nur noch einschieben. Richtig Panne war der Freistoß zum 2:2, hier hätte nur einer den Fuß dazwischen bekommen müssen, statt dessen flutscht das Leder einmal quer durch an den langen Pfosten und so frei konnte selbst die offensiv vorher komplett harmlose Gästeoffensive einen Doppelschlag feiern. Tas wankte nun, wollte aber zurückschlagen. Statt dessen legt sich die Defensive den Ball selbst hinein. "Lucky" Bähr spielt zu kurz zum Keeper zurück und übersah den zweiten Offensivmann, der dazwischen sprintet und Schele's Abstoß blockiert; komplett frei hat er dann keine Probleme, den Treffer zu machen.

    Die Gästebank feierte und der Trainer ließ sich sogar zu einer unsportlichen Geste hinreißen. Da ich es als Einziger sah, hab ich ihn beim Rest verpetzt und daraufhin musste er sich einiges anhören. Er hat sich aber sowohl beim Tas-Trainer als auch beim Publikum entschuldigt und somit haben sich nach dem Spiel alle ordentlich verabschiedet und die Hand gegeben Faust gegeben/geklopft. Da lobe ich mir immer wieder den unterklassigen Sport und kleine Fanszenen, da geht sowas noch (wie es selbst in der gleichen Liga auch ablaufen kann, zeigen die Krawalle zwischen Dynamo Berlin und Chemie Leipzig).


    Nun hatten die Gäste Oberwasser und bei Tas war Sand im Getriebe, da allen klar war, dass man so ein spiel niemals aus der Hand geben kann und hier die Chance bestand, sich Richtung Mittelfeld zu orientieren. Statt dessen Aufbauarbeit für einen unmittelbaren Konkurrenten? Doch mit dem letzten Angriff steht Emre wieder günstig und trifft zum dritten Mal heute. Diese Erleichterung ..

    Wer nun auf einen munteren Schlagabtausch in der Nachspielzeit hoffte, wurde enttäuscht: der Schiedsrichter wollte pünktlich Feierabend machen und pfiff wie auch schon zur Halbzeit punktgenau ab. So ergab sich das Kuriosum, dass Spieler beider Mannschaften wütend protestierten, aber auch Spieler beider Mannschaften konsterniert zusammensackten und gemeinsam verteilt im Strafraum herumlagen. Letztlich kann keiner so wirklich glücklich sein.



    Danach mit dem Zug Richtung Südkreuz, wo Internationale Berlin sein Hauptquartier hat. Zwei Kunstrasenplätze, mit schniekem Zweckbau und zwei Kunstrasenplätzen, die ringsum durch diese Metallzäune umfasst wurden, in denen Natursteine aufgeschichtet sind.

    Inter profiliert sich als "antirassistischer Verein" und hat mit dem aktuellen Zeitgeist Gnabry und Neuer als Gesichter gewinnen können, die das Trikot präsentieren. Kein dummer Schachzug. Dort spielen die entsprechend politisch positionierten Urdeutschen der IV. Mannschaft heute gegen die Zweite eines fast rein türkischen Klub, Hürriyet. Die Gäste waren ganz passable Kicker, aber alle recht gut genährt, die Gastgeber haben anscheinend einige recht junge Spieler integriert. Sah gut aus, bis zum Abschluss. Die Gäste hatten einen brillanten Pass von der rechten Außenlinie steil in den Strafraum auf links, wo einer der wenigen Sprinter vor dem Torwart an den Ball gelangt und einnetzt. Ein gutes Tor.


    Aber ich hatte Kohldampf, mir steckte die gestrige Tour in den Knochen - und die Tatsache, seit langem mal wieder im SO36 gewesen zu sein und dadurch erst spät in der Koje war.


    Übrigens: Kevin Pannewitz wird Spielertrainer beim FC Amed


    Das Online-Stadionheft

  • Mittwoch, 22.09.2021, 19:30 Hilalspor - TuS Makkabi 1:3 (0:1)


    Anfahrt/Platz

    Für mich denkbar einfach, da ich lediglich nach Alt-Treptow hoch muss und in der Elsenstraße an der überwucherten, alten Eisenbahnbrücke einen unscheinbaren Schlammpfad hinauf muss. Es ist die alte Trasse der "Görlitzer Bahn", die gen Südosten aus der Stadt führte. Spätestens an der Ringbahn und an der neuen Autobahn endet diese alte Trasse ohnehin, Gleise sind schon lange weg, dafür stehen haufenweise afrikanischer Dealer herum und die standen nach Schlusspfiff da immer noch. Dafür führt der Weg direkt hinüber nach Kreuzberg in den berühmt-berüchtigten Park zum Platz, dort nur kurz in die Wiener Straße (Kreuzberger Party People wissen Bescheid) zum Eingang.

    Karte


    Das Spiel - Voraussetzung

    5. gegen 2. der Berlin-Liga, zudem das Duell eines religiösen, islamischen Vereins (Hilal ist die Mondsicher mit dem Stern, auch Zeichen in Staaten wie der Türkei oder Tunesien) gegen den jüdischen Verein Berlins. Dadurch war im Vorfeld klar, dass es keinen Alkoholausschank geben wird, dafür Kaffee (wie gesagt: Anstoß um 19:30), Tee und eine Art Mezzo Mix als westlich-modernen Getränk. Bei herbstlichen Temperaturen ist aber Tee die beste Wahl.


    Spielverlauf

    In einem umkämpften Spiel auf engem Kunstrasenplatz (hier gibt's eben Flutlicht, auch wenn man wirklich gute Augen braucht) schenkten sich beide Mannschaften nichts und legten früh ein hohes Tempo vor, dass keine Mannschaft so durchhalten kann. Hilal suchte vorne seinen Sturmtank, ein riesiger Klotz, der immer gleich von mehreren Gegenspielern gedeckt wurde und der aufgrund seiner Statur auch selten ein Foul zugesprochen bekommt. In der Regel suchten sie über Distanzschüsse ihr Glück, verfehlten mit passablen Geschossen aber das Tor. Umgekehrt suchte Makkabi über schnelle Spieler und steile Pässe das Glück und war mit dieser Taktik erfolgreich.

    Überfallartig durchbrachen sie die nicht sattelfeste Innenverteidigung bereits in der 7. Minute und sorgten für die frühe Führung. Die Gastgeber hatten Feldvorteile, während Makkabi zunächst im Konterspiel zu ungenau war. Vor der Halbzeit aber flatterte die Verteidigung der Gastgeber aber gewaltig, aber auch mit einer Dreifachchance bekam Makkabi den Ball nicht in's Gehäuse. Auch danach hatten sie noch Chancen, so dass es mit einer knappen Führung in die direkt hinter dem Zuschauerbereich platzierten Kabinen ging.


    Ich holte noch einen Tee und prompt kam mir Trainerlegende und aktueller Makkabi-Coach Wolfgang Sandhowe entgegen. Der ist immer eine gesonderte Erwähnung und das Eintrittsgeld allein schon wert. Der Mann ist über 70 und immer noch voll dabei. Das schöne ist, dass er eben nicht lamentiert, sondern coacht. Kein Fehlpass, kein Stellungsfehler, der nicht sofort von außen korrigiert wird.


    Zweite Halbzeit, gleiches Spiel. Viel Geacker, viele Zweikämpfe. Und ein anpeitschender Trainer. Zumal sein eingewechselter Offensivakteur bei Kontern zunächst gerne im Abseits stand und er draußen Anweisung erteilte, er möge da rauskommen und der Passgeber nicht abspielen. Ein erneuter Blitzangriff nach Anpfiff sorgte für die Vorentscheidung (47.), zumal Hilal die Defensive der Gäste nicht knacken konnte und zusehends resignierte. Als dann ein weiterer blitzsauberer Konter die Verteidigung durchbrach und die Ablage nur noch über die Linie gedrückt werden musste, war das Spiel quasi entschieden. Danach verpasste Makkabi es, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben, als der Adressat einer weiteren Ablage nur noch einnetzen müsste, aber am Ball vorbeisäbelt.

    Und dann doch noch der erste Fehler der Makkabi-Hintermannschaft: bei einem steilen, halbhohen Ball in den Strafraum verfehlt der Verteidiger und sein Gegenspieler kann das Leder annehmen und einnetzen (83.). Mehr als ein später Pfostentreffer gelang Hilal dann aber nicht mehr.


    Zuschauer

    Einige Groundhopper und einige in Lila-Weiß waren vor Ort. Makkabi spielt ja in der Nähe von Tennis Borussia. Viele Einheimische auch vor Ort, hinte rmir stand ein Vater mit Sohn, der natürlich überall Fouls an Hilal sah und merkte, dass ich nicht zum Heimpublikum gehöre. Gelegentlich wechselte die Sprache von Deutsch auf Türkisch und als der Vater dem Sohn erklären wollte, dass die vermeintlichen Fehlentscheidungen zuungunsten der Gastgeber nicht nur daran liegen, dass der Schiedsrichter schläft, raunte er dem Filius nur zu, das könne er jetzt hier nicht sagen. Kurz darauf standen die beiden auch einige Meter weg von uns ..


    Trainerstimmen


    Berlin-Liga - 7. Spieltag

    Englische Woche! Bereits gestern hätte man das Spiel des Spitzenreiters Füchse Berlin sehen können, die gegen Biesdorf nichts anbrennen ließen. Makkabi bleibt ihnen Dank des Sieges auf den Fersen, dahinter steht Sparta mit Tuchfühlung zur Spitze. Dahinter etwas überraschend Al-Dersimspor (drehten noch das Spiel gegen Brandenburg 03) und die Lokalrivalen aus Rudow (fertigten Novi Pazar ab, dabei traf Alt-Tasmane Kevin Gempf doppelt).

    Besagtes Novi Pazar ist auch Letzter, erst kommende Woche erfolgt das Nachholspiel und Kellerduell Türkspor vs Türkiyemspor ...

  • Fußballherzkasper, Sozialstress und Fahrradtouren außerhalb


    Freitag, 24.09.2021 - 19:30: BAK 07 - SV Tasmania Berlin 3:0 (1:0)

    Auch der Fußballgott musste mal gnädig sein mit mit und wusste, dass ich ab Samstag Mittag für eine halbe Woche aus Berlin weg war - das Spiel fand günstigerweise am Freitag Abend statt. Also doch nicht verpasst.

    Wenig gnädig war hingegen der Gott der Stadionorganisation. Tickets gibt's für alle nämlich nur an einem separaten Schalter mit entsprechend langer Schlange am östlichen Eingang des Sportparks. Einlass und erneutes Schlange stehen dann am Eingang. Wer drin ist, muss dann feststellen, dass Getränke und Verpflegung nur draußen verfügbar sind. Und es war voll, rund 1.300 Zuschauer kamen zum Spiel. Zumindest Freunde des Spiels oder der Vereine, beim BAK kickt neuerdings ein Instagram-Influencer mit einer noch Instagram-erfolgreicheren Frau und seitdem rennen Social Media - Opfer im Teenageralter im Poststadion herum. Irre. Böse Zungen - meine beispielweise - unkten bereits, dass bei einem Wechsel des durchaus fähigen Spielers auch seine Fans mitkommen.

    Fantechnisch sind in Moabit eher "migrantisches" Publikum zugange, anscheinend aber auch Leute, die immer noch jammern, dass sich die Fans auf dem Oberrang doch bitte hinsetzen mögen, sie können nichts sehen. Man verzichtete auf einen Gästeblock und brachte alle auf der Haupttribüne unter. Angesichts der Paarung absolut sinnvoll. Man kennt sich, allerdings machte es sich beim BAK bemerkbar, dass "chicken man" Holger draußen beim Fanshop blieb und andere nicht da waren. Da kam nicht mal ansatzweise was, lediglich der Run BAK - Kinderchor, die Jungs aus der Jugendabteilung. Irgendwie immer goldig.

    Spielerisch war der BAK klar Favorit, tat sich lange schwer. Erst ein Geschenk der Tas-Defensive servierte ihnen die Führung und danach war's ein Selbstläufer. Als letzter Verteidiger geht man eben nicht lässig in einen Zweikampf mit einem nachsetzenden Stürmer.


    Thüringen. Konfirmation. Kein einziges Spiel dort. Immerhin den Rest der Bagage zu einer Stadtmauertour genötigt und noch mal durch Mühlhausen gestapft. Schöne Stadt, aber total den Anschluss verloren und viel Leerstand. Abschließend im Dorf auf dem Friedhof plötzlich den Namen eines ehemaligen Mitschülers entdeckt, der vor zwei Jahren starb. Das ging mir schon nahe, R.I.P. L.H.


    Das Pokalnachholspiel in Lübars am Mittwoch verpasste ich, Tas siegte ziemlich knapp. Aber auch die nächste Runde muss irgendwann später nachgeholt werden; beim Gegner Stern Britz tauchte ein Coronafall auf. Gute Besserung! Schade für den Verein, dass das Derby gegen Tasmania somit vermutlich irgendwann unter der Woche stattfindet und nicht am Pokalwochenende.


    Spieltag heute:


    SV Tasmania Berlin - VSG Altglienicke 1:1 (1:0)

    Ein seltsames Spiel mit einem ungenügendem Ende. Der Favorit Auaglienicke trat als etablierte Spitzenmannschaft an, wurde diesem Anspruch aber kaum gerecht. Die erste Topchance hatte Tasmania, nach schönem Doppelpass haute Brechler das Leder aber frei knapp über den Balken. Nach einer Ecke aber staubte Innenverteidiger Bähr ab und erzielte das wichtige 1:0. Danach verpasste es Tas jedoch, den Deckel drauf zu machen. Bei Altglienicke ging wenig und Dank des Schiedsrichter blieben sie im Spiel. Ein Gästespieler hätte sich nicht über Rot beklagen können, als er sich den Ball zu sehr auflegte und den Tasverteidiger mit gestreckten Beinen umholzte. Nicht mal Gelb gab's dafür. Dafür wurden deren einfädeln und Theatralik häufig zu ihren Gunsten entschieden, so dass die kurz vor dem Ende einen Freistoß unmittelbar vor dem Strafraum erhielten, den unser Keeper zwar wegboxen konnte, aber der Ball blieb heiß und bei der folgenden Flanke lief er unnötig hinaus und kassierte ein blödes Duselgegentor. Das Remis hilft beiden nicht.


    Danach ging es noch schnell ein paar Stationen nordwärts zum Anhalter Bahnhof - wo die alte Fassade des ausgebombten Bahnhofs noch steht und in einem Stadionkäfig u.a. Al-Dersimspor spielt.

    Al-Dersimspor - Frohnauer SC 1:4 (0:2)

    Zur Halbzeit stand es 0:2, es gab sehr gute Köfte und einen Becher Tee. Zwar kamen die Gastgeber auf dem engen Kunstrasenplatz zwischenzeitlich noch mit 1:3 heran, aber die kurzbeinige Abwehr sah bei Ecken nicht gut aus und kassierte zwei Kopfballgegentore. Das zweite Tor der Gastgeber kurz vor dem Ende wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht gegeben - schon vorher war die Fahne des Assistenten bei einer Flanke schon oben, wo ich mir sicher wäre, dass das gleiche Höhe war.

  • Hoppla, Zeit für was Neues:


    SV Mühlenbeck - Fortuna Glienicke II 3:1 (0:1)


    Anfahrt

    Vom Berliner Südosten mit der Bahn an die Nordspitze des alten Westberlins, namentlich Frohnau. Mit dem mein Fahrrad, mit dem es nun von Frohnau ostwärts ging, ursprüngliches Ziel war das angrenzende Brandenburger Dorf Glienicke-Nordbahn, doch die spielten Sonntags, nicht Samstag und der anderen Verein im Stadion Bieselheide spielte auswärts - und das war auch das nächste, zu erreichende Gelände. Gen Nordosten hinter Schönfließ liegt das besagte Mühlenbeck.


    Platz

    Ein simpler Kunstrasenplatz, zudem Sportplatz einer Grundschule. Eine kleine Baracke zeigt schön das Wappen, auch ist der Innenraum ein überraschend großes Vereinsheim. Das pöbelfreudige Publikum ist zum Derby reichlich erschienen und erfreute mit kreativen Beschimpfungen ("Du Mädchenschlübber!"). Versorgung gibt es, aber keine Souvenire. Schade.


    Spiel

    Die Gäste in Schwarz-Gelb mit mehr erfahreneren und besser genährten ging nach einem weiten Ball in Führung, allerdings mit gütiger Hilfe der Mühlenbecker Defensive. Offensiv war das fast nix, aber der Pausentee muss gut getan haben, denn dann waren die Gastgeber da und kreiierten richtige Torchance. Nach Pfosten und Latte (richtig feiner Freistoß über der Mauer) klappte es dann beim nächsten Anlauf und dann lief es schon richtig rund. Die Glienicker Plautzen waren offensiv abgemeldet und ausgerechnet der Offensivklotz (wirklich riesig und breit) wälzte sich mehr am Boden, als mal seinen Körper einzusetzen. Ergebnis dann ziemlich verdient 3:1.


    Rückfahrt

    Die Rückfahrt beschwerte nicht nur ein omnöses Friedensdenkmal in Mühlenbeck, sondern auch die Historische Mönchmühle, von Zisterzienzer rund 1230 erbaut und ziemlich imposant. Leider war innen zu. Weniger imposant hingegen dann auf dem angrenzenden Berliner Boden die Arkenberge im äussersten Berliner Norden, aufgetürmte Schuttberge, denen aber im Gegensatz zum Teufelsberg im Westen eine spannende Abhörstation fehlt. Man darf da nicht mal richtig rauf, aber vor gar nicht so langer Zeit fand man aus versehen heraus, dass dies nun der höchste Berg Hügel Berlins ist. Na ja.

    Mit Blankenfelde folgt ein zu Berlin eingemeindetes Dorf, doch hinter Feldern und Wiesen erscheint mit der Nordendarena von Concordia Wilhelmsruh und dem Stadtteil Rosenthal das richtige (Randvorort-)Berlin. Im Diplomatenvierteil Pankows wird es dann langsam voll und eng auf der Straße, durch den Prenzlberg folge ich nur noch dem Telespargel. Der Alex ist immer voll, zumal jetzt da wieder die Tram da neu hingebaut wird. Durch Kreuzberg dann nur nach in meinen Vorort.


    Der älteste buddhistische Tempel außerhalb Asiens? Aus den 20ern und steht in Frohnau!


    Tour auf Komoot


    Eine Woche später, nämlich am Sonntag, den 10.10. gab es quasi den zweiten Anlauf, wieder nach Frohnau und diesmal wirklich nach Glienicke. Allerdings nicht zur Fortuna, sondern zum Platznachbarn SV Glienicke-Nordbahn. Coolerer Name, allerdings auch nur Kreisliga. Glienicke-Nordbahn, Geburtsort von Uwe Barschel, ist dabei nicht zu verwechseln mit Altglienicke (im Berliner Südosten) oder Groß- und Klein-Glienicke (um Potsdam verstreut).


    SV Glienicke-Nordbahn - Eintracht Bötzow 1:0


    Das Spiel

    Kreispokal. Leute mit Hemden der Freiwilligen Feuerwehr Marwitz oder Aufdrucken wie "100 Prozent Dorfklub" (oder war's Dorfkind?). Aha, der Gästeanhang. Tatsächlich war gut was los, der Heimanhang trommelte und gröhlte, der Gästeanhang antworte. Einer zumindest. Ein mühsam gekrächztes "Wir sind die geilsten der Welt .. " eines hörbar breiten Gästeanhängers war schon ein kleines Highlight.

    Spielerisch mässig vergurkten die Gastgeber einzelne Chancen, bis mit einer Einzelleistung und Doppelpfostenkullerer das erlösende 1:0 fiel. Nicht erkennbar war, dass Bötzow zwei Ligen höher spielt (!) und wohl doch den einen oder anderen Ersatzspieler zum Einsatz kommen ließen. Spielerisch lief da gar nichts.


    Die Anlage

    Direkt am Ortsrand liegt die Anlage, die beiden Vereinen Heimat bietet. Der Mitnutzer Fortuna ist sportlich enteilt, dafür ist der Zweckbau mehrheitlich Rot gestrichen, weiter vorne auch in Gelb gehalten. Dazu zu drei Seiten mit Wald und schönem Rasenplatz und einer Hauptgeraden mit Sitzmöglichkeiten. Nicht sonderlich spektakulär, aber immer noch besser als in manchen Verbandsligastadien.


    Versorgung war okay, Souvenire gab's leider keine. Aber sie fragen für mich. Hab noch mal sicherheitshalber den Vorstand angeschrieben.

    Bauwagen


    Rückfahrt

    Im Grunde fast gleich wie in der Vorwoche allerdings diesmal über den Ort Schildow und über das Bächlein Tegeler Fließ in unmittelbarer Grenznähe. Und diesmal nutzte ich die Gelegenheit, diverse Fotomotive mitzunehmen. Wer weiß, wann ich da mal wieder bin. Der große Nachteil im Herbst ist, dass es früh dunkel wird und ist die Sonne erstmal weg, auch ziemlich kalt. Polo und Fließjacke ist da etwas wenig ..


    Dorfkirche Blankenfelde

    Warum nicht mal einen Trabi als Grabstein?

    Grundsätzlich ist eigentlich alles ausgeschildert ...

    Kluge Karatewerbung

  • Dann warste wieder in meiner Hood unterwegs. Glienicke/Nordbahn, buddhistischer Tempel... alles zu Hause.






    seit 1987 :deuvfl2: :redskins: seit 1991

  • Klopsgrinder Ja, Mühlenbeck war eine Woche vor dem Nordbahnspiel. :D

    Dann wohnst du ja quasi in Grenznähe. Ist schon nett da oben. Viel Wald und der Tegeler Fließ als Naherholungsgebiet.


    Heute mache ich mal Pause, gestern war anstrengend. Tour morgens nach Leipzig, Stadtbesichtigung und Spiel im Plache.


    Sa., 16.10.2021: Lokomotive Leipzig vs Tasmania Berlin 5:0 :rolleyes:


    Im Frühtau zu Berge wir zieh'n, RaRaRa

    6:00. Der Wecker klingelt. Und das auf Samstag. Egal, stadtfein machen, alles prüfen - Impfnachweis, ausgedruckte Eintrittskarte und Zugticket - und raus.

    7:00 Heimischer Bahnhof Richtung überregionaler Bahnhof Südkreuz. Gähn.

    7:35 Abfahrt. Zug nur halb gefüllt. Alle sind wie normale Menschen morgens betäubt, nur zwei ältere Damen besprechen das Weltgeschehen. Und Jane Austen, das sei so schwer zu lesen, da passiert ja nichts. Und Agatha Christie. diese Rassistin, die habe ja das Leben der Arbeiter nicht verstanden .. irgendwann war meine Platte ohnehin auf stand-by. Doppel-Gähn.

    8:42 Berlin - Leipzig in knapp über einer Stunde. Top. Südlich des Hauptbahnhofs liegt direkt die Altstadt und der Grund für meine frühe Anreise. Da keiner vorher mit eine Stadtbesichtigung machen wollte (und es nachher bitter bereute!) tappte ich also kurz vor neun allein da herum. Muss man wenigstens nicht sprechen. Dachten sich wohl viele, denn die Innenstadt war leer. Leider auch die Geschäfte, denn die machen erst um 10:00 auf. Der Marktplatz, diverse Gässchen, die Oper, das markant hässliche Gewandhaus. Dazu der MDR und eine Art Kirche, Teil der Universität. Ein Turm im Stil des mittelalterlichen Italiens, gegenüber die leider eingerüstete Oper. Durch den Park gelangt man zur Musikschule und zum Neuen Rathaus, ein imposanter Bau aus der Kaiserzeit.


    Ich bin hier nur Tourist!

    Blick auf die Uhr, langsam mal Zeit, Richtung Süden zu laufen. Die Windmühlenstraße entlang kommt man zur "Straße des 18. Oktober" zum Denkmal. Vorher musste noch die imposante Fassade des Bayrischen Bahnhofs und die russisch-orthodoxe Kirche inspiziert werden. Ein weiteres Highlight ist eine Art Drive-In durch das Messe-Symbol. Dahinter gelangt man relativ schnell zum S-Bahnhof des Denkmals. Mit Blick in den Kalender ist morgen also der 208. Jahrestag der Schlacht. Das Völkerschlachtsdenkmal ein ein dunkler Knubbel mit großem Planschbecken davor. Eintritt (immerhin 10 Euro) muss man nur berappen, wenn man rein will, aber die Menge an Leuten schreckte mich da persönlich eher ab. Also draußen herum und die Stufen hoch, um noch mal einen Blick auf die Plansche und die Stadt zu erhaschen. Kasse und Souvenirs werden zusammen vertickert und eine lange Schlange hielt auch erfolgreich vom Kauf ab, aber es gab weder Löffel noch Magneten oder anderen Kram, mit dem man sich die Bude verschandeln kann. Schade. :D


    Da ich für die Besichtigung des Turms Zeit freigeschaufelt hatte und die Wege doch kürzer als gedacht waren, hatte ich nun noch anderthalb Stunden Zeit bis Anstoß. Was tun? Ein Trampelpfad hinter'm Denkmal führt wieder zur Prager Straße und direkt zum Eingang des Südfriedhofs. Grufties wissen Bescheid, WGT-Gänger kennen sich da aus. Tatsächlich ist diese Ruhestätte sehr stilvoll angelegt und in der Mitte mit einer überraschend stilvollen Kapelle versehen. zu DDR-Zeiten wurde auch ein "Sozialistischer Ehrenhain" eingerichtet, quasi eine Grabplattenstraße von KPD-Mitgliedern, darunter auch der Namensgeber des Stadions, Bruno Plache.


    It's a long way to the Bratwurst if you want Gästeblock

    Danach dann doch mal langsam Richtung Stadion, den Haupteingang wollte ich mir dann doch mal anschauen. Dieser ist unspektakulärer als erwartet, dafür entschädigt das Lokomotivenmural und die echte Lokomotive im Vorgarten des Stadions. Aber wie kommt man zum Gästeblock? Fragen wollte ich lieber keinen. Man muss irgendwie außen rum, hatte ich noch im Hinterkopf, mein gedrosseltes Internet machten eine Recherche schwer und wenn man seine Mit-Tasmanen anruft, erreicht man nur den, der gerade im Ausland ist. Kleiner Tipp: die Route westlich das Stadions ist ein Umweg durch eine Kleingartenkolonie, aber man kommt trotzdem zum stadion. Irgendwann. Anruf: achte auf Ordner in orangenen Westen, da musste rein. alles klar.

    Erster "Eingang": eine massiv windschiefe Natursteintreppe, ein Ordner hinter'm Zaun und einige Wannen, aber keiner nimmt Notiz von diesem Eindringling auf Katzenpfoten, der in der westlichen Kurve steht, direkt hinter dem Spielanzeigenhäuschen. rechts davon sieht man den eingezäunten Gästeblock, linksrum gelangt man zur Haupttribüne. Man gucken, wie weit man kommt. In der Kurve liegen zwei monströse Banner, die aussehen, als wenn sich einer einen Kreisrunden Badezimmerläufer mit Vereinswappen bestellen wollte und in der Maßeinheit aus Versehen auf Meter statt Centimeter klickte. Nun schützen sie also die Kurven. Erst an der Metalltreppe auf die Tribüne selbst steht ein Ordner, der mich dann vermutlich abgefangen hätte. Also zurück.

    Der Gästeeingang folgt erst um die Ecke, wo dann die angekündigten drei Ordner stehen. An der meterhohen Natursteinwand steht auch noch allen Ernstes ein Schild mit dem Hinweis "Klettern verboten"; diese steile Wand würden nicht mal Gemsen schaffen.


    Gästeblock

    Die Ordner sind entspannt, der Formalitätenkram wird abgehakt und eine Auffahrt empor kraxelt man hoch zum Block. Wie auch bei den Chemikern ist die Versorgung auf der anderen Seite des Zauns, hier immerhin mit überdachter Hütte. Die Servicekräfte müssen aber auch die Anhänger am Ende des Ganges abarbeiten - hinter einem Sichtschutz sieht man, dass hier auch noch einheimische Fans campieren.


    Stadion und Stimmen

    Somit ergibt sich folgende Aufteilung: die Haupttribüne befindet sich auf der Westseite, das besagte Anzeigentafelhaus im Süden. Der Gästeblock in der südlichen Ostribüne, etwa mittig ein weiterer Heimblock. Dazu kommt im Norden ein weiterer Heimblock, also eine Dreiteilung. Ein Zusammenspiel erkennt man aber eher selten und bei positivem Spielverlauf, scheint mir. Während die Nordkurve zu Beginn der "VfB"-lastigen Dauersupport bot, kam vom Rest eher das gezogene L - O - K. Gelegentlich gibt es Wechselgesänge, teilweise aber auch parallel verschiedener Singsang. Überraschend fand ich, dass es keinerlei Schmäh gab. Die Kurve(n) unterstützen ihre eigene Mannschaft, Sonderlob dafür.

    Von uns gab es gelegentliche Einlagen, aber mit 19 Leuten im Gästeblock (die hohen Herrschaften waren alle auf der Haupttribüne) und der zu erwartenden Niederlage muss man auch nicht krampfhaft einen Kinderchor darbieten. Wichtig ist, dass trotz Rückstand die Stimmung stabil blieb. Der Ultra Nummer 1 steht eh an der Trainerbank und Abu war gut drauf und vor allem gut zu hören. Immer ein positives Zeichen, wenn er noch aktiv coacht. :D

    Übrigens: ein Stadionsprecher, der versucht, Stimmung zu machen, blamiert sich in der Regel. Braucht man nicht, die Leute kriegen ja auch von selbst den Mund auf. Wir hatten aber gefeixt, als wir uns vorstellten, wenn unser Sprecher sowas versuchen würde, der schon bei den Namen der Spieler stolpert. Oder beim Vereinsnamen ...


    Spiel

    Das Spiel war eine Minute alt und alle sahen, was auf uns zukommen sollte. Gar nicht mal von Lok selbst, sondern vom kleinlichen Schiedsrichter. Denn ein Brechler tat, was ein Brechler immer tut und räumt erstmal einen Gegenspieler ab. Gelb in der ersten Spielminute für den Sturmtank. Und es ging munter weiter, innerhalb kürzester Zeit hatte halb Tasmania Gelb, während ein vergleichbares Foul der Hausherren mit "weiterspielen" angezeigt wurde. Es lag natürlich nicht am Unparteiischen, aber die Jungs in Weiß mussten früh die Handbremse ziehen.

    Tas versuchte sich am Spiel zu beteiligen, aber die Konter wurden im letzten Drittel einfach nicht gut abgeschlossen, der letzte Ball kam nicht an oder vorne war keiner in Schussposition. Offensiv haben die Gelb-Blauen halt Leute, die man allein kaum in Zaum halten kann.

    In den ersten 40 Minuten konnte der Gastgeber weitestgehend neutralisiert werden, doch dann ließen die Kräfte und die Konzentration nach. Statt den Ball wegzubolzen ein einfacher Ballverlust und der Gegner kann munter im Strafraum flanken und ablegen. Das Gegentor kurz vor der Pause war zu befürchten, aber in der Situation absolut vermeidbar. Zumal kurz darauf direkt der zweite Gegentreffer fiel.


    Die Erfahrung der absolvierten Spiele zeigte, dass man solche Rückstände auch umbiegen kann, aber man bei semiprofessionellen Truppen dann mit gezielten Schlägen das Selbstbewusstsein treffen muss. Der erste Dampf nach der Pause verpuffte allerdings, da Emo immer gleich mehrere Gegenspieler hatte und die Nebenleute nicht die Lücken füllten. Brechler im Sturm ist mit 35 kein Konterstürmer und bräuchte einen Partner, für den er ablegen kann.

    Der Rest ist Geschichte. Ein Treffer aus dem Nichts, so das Ideal, blieb Tas versagt und so war klar, dass nichts zu holen sein wird. Lok konnte mit Nattermann mal eben von der Ersatzbank einen Spieler holen, von dem wir nur träumen können. Mit so einem frischen Spieler gegen die ermüdete Tas-Defensive ist das Desaster vorprogrammiert. Es ist ärgerlich, wenn die Flanken oder Pässe von außen punktgenau in den Strafraum segeln können und die Jungs einfach nicht gut (genug) sortiert sind. Als Verteidiger darf man eben nicht hinter dem Stürmer stehen, der aus kurzer Distanz unserem Keeper keine Chance ließ. Ebenso wenig darf da auch keiner so frei zum Kopfball kommen.

    Es sind immer wieder individuelle Fehler, die für Gegentore sorgen. Gegen die untere Hälfte des Klassements kann die Offensive dies teilweise kaschieren, gegen die Aufstiegsaspiranten nicht. Froelian, der mir am Besten gefiel, ackerte auf Linksaußen gut herum und blieb auch bei der Verabschiedung nach Schlusspfiff noch einen Moment länger stehen.


    Lustig fand ich den Ordner, mit dem ich über Sehenswürdigkeiten in Leipzig sprach und der es lustig fand, dass ich da morgens früher fahre und durch die Innenstadt gurke. Ansonsten haben sich alle anständig verabschiedet und einen schönen Feierabend gewünscht. Eine Polizeiwanne bot Begleitung an, da die Lokis wohl gern mal austeilen, wenn sie was getrunken haben. Aber die waren nach dem Siegrecht entspannt und wünschten sogar eine gute Heimreise. Einer bedankte sich aus dem Auto für den Sieg gegen Babelsberg ;D


    Abends ging es dann noch auf Piste. Also wieder draußen herumstehen (lange Schlange), drinnen dafür dicht gedrängt und ich überlege mir noch, beim SO nach einem separaten Gästeblock anzufragen.

  • Es ist derzeit nicht ganz klar, wer den offiziellen Twitteraccount betreibt, zumindest keiner der Fans. Da beömmelt man sich zu Recht über den Tweet zum Lok-Spiel:

    Eine Partie, die wir nicht drehen konnten.


    Das kann man nach einem 1:2 oder 2:4 schreiben, aber nicht bei einem solchen Rückstand und vor allem ohne eigenen Torerfolg. Das wäre die Grundvoraussetzung, überhaupt daran zu denken, ein Spiel zu drehen ..

  • :lumidance::lumidance::lumidance::lumidance::lumidance::lumidance::lumidance::lumidance:


    Tasmania Berlin vs Schwachstrom Cottbus 2:1 :klatsch:



    Himmel und Hölle sind bekanntlich dicht beieinander. So fing ich mir Anfang der Woche eine lästige Erkältung ein, die sich auch nicht eindämmen ließ, direkt nach der Arbeit in der Koje zu liegen, Ingwer-Knoblauch-Tee zu trinken und rohen Knoblauch zu kauen. Desinfiziert super. Donnerstags warf mich dann der Chef aus dem Büro, weil mein nun einsetzender Husten ihn dann doch beunruhigte. Noch etwas geschwächt blieb ich heute lieber daheim, zumal man im Stadion nicht gerade den Hals schonen kann.


    Günstigerweise übertrug ostsporttv das Spiel und so konnte ich das Spiel im Schlafanzug und Teekanne verfolgen. Mein stream hing allerdings und somit spoilerten die Kommentare den Verlauf. Vor der Halbzeit war wieder Muffensausen angesagt, da Tas hier traditionell die Gegentore fängt, doch die Schwachstromis vergurkten erfolgreich. Halbzeit Null-Null war schon mal ein erster Erfolg, nachdem die letzten Spiele gerade gegen solche Kaliber ziemlich in die Hose gingen.

    Das Entsetzen in den Kommentaren kündigte die überraschende Führung an: der junge Kascha hat den Ball und marschiert, hält aus der Distanz einfach mal drauf ... und trifft mit einem satten Schuss hoch in's lange Eck! Was für ein Kracher! Damit nicht genug wird der ebenfalls noch junge Schulze eingewechselt, der unmittelbar nach seiner Einwechslung beim Konter mitläuft, angespielt wird und nüchtern gegen die Laufrichtung des Torwarts einnetzt. Was ist denn hier los?

    Die Gurken rennen fleißig an, sind offensiv allerdings nicht so abgezockt wie Jena oder Lok. Erst Pronichev traf zum Anschlusstreffer und machte es wieder spannend. Für mich ja sowieso, weiß ich doch um die konditionellen Defizite meiner Truppe. Allerdings war CB heute ähnlich abschlussschwach wie Babelsberg zum Saisonauftakt. Ein weiterer Konter kurz vor dem Ende hätte die Entscheidung sein müssen, aber es blieb beim 2:1.


    Somit ein wichtiger Sieg, nachdem im Keller auch die anderen Mannschaften punkteten. Und endlich auch mal kein Gegentor vor der Pause. Nachdem Tas selbst in der Oberliga häufig das spiel machen musste, weil die meisten Mannschaften hinten den Bus parken, sieht die Lage in der Regionalliga etwas anders aus. So kann zwar Tas offensiv mehr bieten als das klassische Kick'n'Rush, aber die Verteidigung ist gefordert wie nie und muss sich an die schnellen Stürmer erst gewöhnen. Auch heute sahen unsere alten Kämpen nciht immer glücklich aus, aber dem Gegner fehlte heute ein Knipser.

    Ticker

    Tabelle

    Das gesamte Spiel

    Highlights


    Durch das Daheimbleiben kam ich zudem in den Genuss eines parallel angesetzten "Zweitspiels". Grün-Weiß Baumschulenweg empfing Cimbria/Trabzonspor II und immerhin zwanzig Nasen waren am Feld als Zuschauer zugegen. Und es kam beinahe Stadionstimmung auf: Banner, Schwenkfahne und Gesänge - allerdings im Singular, ein Supporter war augenscheinlich gut drauf. Zweimal jubelten die Gastgeber, also geh ich mal von einem 2:0 -Erfolg aus. Somit bliebe Baume in der Spitzengruppe dabei, Tabellenführer Weißenseer FC II enteilt derzeit allen anderen.

    Liga - Tabelle


    Etwas mehr sorgen macht mir das andere, putzige Verein in der Gegend: Treptow 46. Die spielen in einer anderen Kreisliga B- Staffel, sind dort allerdings Vorletzter. Den einzigen Saisonsieg gab's am allerersten Spieltag in Haselhorst, die allerdings auch mit Null Punkten Letzter sind. Danach setzte es unter anderem ein 1:20 daheim gegen den Lichtenrader BC II und eine 0:2-Wertung gegen Karaburan Frohnau II, nachdem auf dem Feld 6:2 gewonnen wurde ...

  • Nach dem Triumpf über die Jungs aus dem Spreewald nun mal ein Überblick über Erfolge & Mißerfolge im lokalen Fußball:


    Oberliga Nord

    Für mich überraschend marschiert der Rostocker FC vorneweg, dahinter mal wieder als ewiger Jäger der Greifswalder FC. Dahinter dann Berlin: Hertha 06 (bleibt ja, wo der Pfeffer wächst!), Blau-Weiß 90, Hertha 03 Zehlendorf, Staaken (s. Hertha 06). Aufsteiger Mahlsdorf steht auf einem soliden 13. Platz (von 19) und ganz unten für mich ebenso überraschend Stern 1900. Spielerisch sollte die Truppe in dieser Liga mithalten können. Brandenburg Süd und Lok Stendal stehen auf den weiteren Abstiegsplätzen.


    Berlin-Liga

    Es sind zwischen neun und elf Spiele absolviert und die Füchse Reinickendorf stehen ziemlich souverän an der Spitze. "Zu meiner Zeit", also als Tasmania noch hier spielte, waren die Füchse eher eine Fahrstuhlmannschaft, hat sich nun aber wieder gefestigt. Sparta ließ zudem Punkte liegen und ist punktgleich mit Makkabi in der Verfolgerrolle. Im Keller bleibt es eng, Brandenburg 03 und Biesdorf bleiben wie auch letzte Saison im Keller, bei Novi Pazar ist die Luft wohl raus. Nun hatte der Verein Spieler aus der Heimat einfliegen lassen, aber gegen Al-Dersimspor gab's trotzdem eine Heimpleite. Richtig düster sieht's derzeit bei Türkiyemspor aus, nur drei Punkte und damit die Rote Laterne für die Truppe aus dem Katzbachstadion.


    Landesliga

    Staffel 1 - die jährliche Auslosung hat der ersten der beiden Landesligastaffeln ein spannendes Führungsfeld beschert. Favorit und (finanziell) wiedererstarkt führt der BFC Preußen die Tabelle an, mit Teutonia, Wittenau und Mariendorf sind bockstarke Truppen dabei, die in den letzten Jahren immer oben mitgespielt haben. Die Mariendorfer warfen im Landespokal sogar den Lokalrivalen Blau-Weiß 90 aus dem Wettbewerb, nachdem zuvor der andere Lokalmatador Stern Marienfelde eliminiert wurde.

    Ganz unten sieht's für den Weißenseer FC nicht gut aus, augenscheinlich ist auch dieses Jahr wieder ein Kraftakt notwendig, um sich aus dem Keller zu ziehen. Auch der VfB Hermsdorf schwächelt, immerhin Inventar der Berlin-Liga.


    Staffel 2 - ein kleine Sensation gelang den Sportfreunden Charlottenburg-Wilmersdorf letztes Wochende: dort gelang der erste Ligasieg (gegen TeBe II) seit zwei Jahren (!) - nur Dank Corona blieb der Verein in der Landesliga und bleibt mit vier Punkten trotzdem Letzter. Vorne übernimmt Lichtenrade die Spitze, der SSC Südwest holte nur ein remis gegen den kriselnden FC Spandau 06.



    Pokal:


    Die größte Sensation war sicherlich der Sieg der Reinickendorfer Füchse gegen Dynamo mit 3:2 in der 2. Hauptrunde. Die Weinroten legen idR großen Wert auf den Pokal, um zumindest das Erstrundenspiel im DFB-Pokal mitnehmen zu können. Daraus wird diese Saison nichts, Viktoria ist nicht nur deswegen wohl größter Titelanwärter, könnte aber mit einer Platzierung unter der ersten vier noch einen etwaigen Finalisten "mitnehmen".

    Viktoria riss in beim Berliner SV 1892 keine Bäume aus (4:0), auch Tasmania gab bei den Siegen in Lübars und bei Stern Britz Reservisten eine Chance. Mit Union Südost marschiert ein Kreisliga - B - Mannshcaft durch den Wettbewerb, es handelt sich aber um eine feste Freizeittruppe, die dort als III. Herren in der bislang separaten "Unteren Herren - Liga" antrat und nun offiziell die I. Herren stellt. Für die ist die B genauso Kanonenfutter wie für Polar Pinguin, als die in das offizielle Ligensystem einstiegen. Der BAK schlug TeBe und eliminierte daher einen weiteren Regionalligisten.


    Im Achtelfinale kommt es nun zu interessanten Paarungen:

    Hertha 03 Zehlendorf vs Altglienicke

    Hertha 06 vs Tasmania (undankbares Schnarchlos, zumal 06 derzeit formstark ist, aber trotzdem ein stinklangweiliger Haufen bleibt)

    Mahlsdorf vs Viktoria (Mahlsdorf spielt seit dieser Saison nun auch Oberliga, könnten der Viktoria durchaus ein Bein stellen).

    Sparta (mit Nachholspiel gegen Hermsdorf) vs Croatia dürfte ein zimelich intensives Spiel werden ..

    Union-Südost vs Empor dürfte das Ende für USO sein. Empor sollte dann doch eine Nummer zu groß werden.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!