Reform der Regionalligen

  • Wird Zeit, dass der DFB ein Machtwort spricht

    Das glaubst Du doch selbst nicht?!?


    Wenn der Westen auf dem 5 Staffeln-Prinzip bei 4 Aufsteigern beharrt, dann sollte man West und Südwest von dem direkten Aufstieg ausnehmen und sie müssen ebenfalls in die Aufstiegsrelegation - dann wird man sich ganz schnell der Reform anschließen.


    Ich finde das zum Kotzen! Da unter den 59 Vereinen, die die Reform tragen, wohl auch einige aus dem Westen und Südwesten kommen, müssen die den Druck erhöhen. Kann doch nicht sein, dass der Verband sich gegen die Vereine stellt!


    Die Fanszenen der Profi-Ligen sollten sich solidarisch zeigen und das zum Anlass nehmen, wieder mal die ersten 15 Minuten zu schweigen.

  • Zum Kotzen... Der WDFV wäre halt überflüssig nach der Reform und deshalb ist man wohl dagegen, aber kann ja nicht sein, dass man mit sowas durchkommt.

    Wattenscheid statt Bochum

  • Doch Zebra . Gerade weil es die Weststaffel betrifft.

    24.09.2012 - 08.12.2012

    Danke an Wayne Simmonds (Philadelphia Flyers, 9 Spiele, 4 Tore, 10 Assists), Chris Stewart (St. Louis Blues, 15 Spiele, 6 Tore, 14 Assists) sowie Clarke MacArthur (Toronto Maple Leafs, 8 Spiele, 4 Tore, 6 Assists) im Trikot der Eispiraten Crimmitschau

  • Mit "ausgerechnet" meinte ich, dass der Westen ja immer einen Aufsteiger stellt und auch weiterhin in anderer Konstellation stellen würde. Warum ist man dann dagegen? Weil evtl. Westvereine im Norden (z.B. Gütersloh) oder im Süden (z.B. Siegen) spielen müssten?

    Du hast den Finger genau drauf, eigentlich ändert sich am Status Festaufstieg für West/Südwest absolut nichts. Es geht beiden Verbandsfürsten um die regionale Einflussnahme bzw. den (temporären) Verlust dieser. Es geht um Macht und Machterhalt, um zementierte Mehrheiten auch in anderen Abstimmungen. Und genau deshalb:

    Es ist aber auch nicht von der Hand zu weisen, dass sich auch der Osten oft quergestellt hat, weil man an den Grenzen der alten DDR-Oberliga festhalten wollte/will.

    Ich darf dran erinnern, was alleine zu Coronazeiten mit den Vereinen des NOFV verbal, über den Mund wischend und dann auch in der Praxis veranstaltet wurde. Man hätte allen Grund gehabt, sich auch beim Aufstiegsthema einzuigeln und dauerhaft stur auf die Opfer-Hinterbeine zu stellen. Das Gegenteil ist besonders in der Angelegenheit passiert. Ich möchte hier nicht alles erzählen, aber es gab bei uns einige Vereins- und Clubverantwortliche, die nicht bzgl. des so ungerecht aufgebauten Ist-Zustandes rumheulen wollten, sondern am praktischen Beispiel vorangegangen sind. Vernetzt war man eh schon ziemlich gut, ein paar rührige Gründerväter dieser Initiative findet man u.a. in Chemnitz. Das Alles war von Beginn an überaus konstruktiv, auf Augenhöhe und mit einem gemeinsamen Ziel. Es hat sich unerwartet schnell verbreitet, immer mehr Gleichgesinnte kamen bundesweit hinzu, die Krawatten bei den Betonköpfen wurden dabei enger, deren Sturheit blieb.


    Mal ein Textauszug des Liedes "Irrenhaus" von Keimzeit von 1989/90, der tiefe Sinn war damals ein leicht anderer, er ist aber aufs Heute übertragen aktueller denn je:

    "Warum denn immer mit Kanonen auf Spatzen? Das Blut spritzt rot. Im Präsidium kreisen die Geier liberal und lachen sich tot.

    Irre ins Irrenhaus, die Schlauen ins Parlament. Selber Schuld daran, wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt."


    In einer Zeit, in der mühevoll um Zusammenhalt gerungen wird, in der praktisches Denken und Handeln regelrecht herbeigefleht wird, in der besonders der Pragmatismus ein hohes Gut wird, setzen sich bundesweit Leute im Auftrag ihrer Vereine und Clubs zusammen. Sie lassen weitestgehend persönliche Interessen außen vor, sondern durchdenken Gemeinsames, stehen und handeln auch öffentlich für Gerechtigkeit, für Gleichberechtigung und in dem Fall auch sportliche Fairness. Sie reden sich bestens moderiert die Köpfe heiß, schlafen paar Nächte drüber und kommen nach unzähligen Debatten dann doch mit ner Menge Kompromissbereitschaft auf einen tragfähigen Konsenz. Und das auch noch schneller, als man erwarten konnte. Sie schaffen es sogar, den Chef des Dachverbandes argumentativ mit ins Boot holen, der diese Kompromissbereitschaft und Anpackermentalität überaus wohlwollend zur Kenntnis nimmt.


    Und trotzdem verschränken besonders zwei regionale Fürsten auch entgegen ihren eigenen Untergebenen auf dem Thron die Arme und rotzen auf diesen Pragmatismus, auf das Vorleben eines "sich in der Mitte Treffens". Es geht um Macht, um sehr viel Macht, um zuviel Macht. Es geht um Stimmenmehrheiten, um dadurch festgelegte Vorteile zum Nachteil gegenüber anderen, es geht ums Ausfahren von Ellenbogen. Man vergisst dabei nur eins - die Öffentlichkeit ist nicht so blöde, wie man sie gerne hätte.


    Wir im Osten sind dabei ein kleines Licht, weil unsere Stimmen reichen bei solchen Verbandsfragen so festgelegt allein nicht ais. Unser regionaler Verbandschef kann da seit Jahren nur diesen :schulterzucken: machen und sagen "Wir werden eh überstimmt". Also musste man dafür die Ochsentour wagen und bundesweit Mehrheiten finden, bei denen, die es direkt und (irgendwann) indirekt betrifft.


    Der Konsens ist vor Augen, jeder macht dabei temporär Abstriche, aber es herrscht Gerechtigkeit und vor allen Dingen Augenhöhe, niemand stellt sich über den anderen. Das Hauptroblem sitzt (noch) in zwei Verbandszentralen und merkt immer noch nicht, wie es unterm eigenen Hintern heiß wird.

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    Lerne Schweigen ohne zu Platzen

  • Hör doch auf mit der Ostlaier.

    Gibt doch eine breite Bewegung was zu verändern und du kommst wieder mit dem armen NOFV, der lange genug seine eigenen Dünkel betrieben hat bloß kein Derby zu verlieren.

  • Lesen und Verstehen!!! Diese Initiative hat einen Ursprung und einer musste mal damit anfangen, weil sich keiner vorher wirklich in die Nesseln setzen wollte. Umso schöner, dass sich nach und nach so viele bundesweit dran beteiligt haben.

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  • Lesen und Verstehen!!! Diese Initiative hat einen Ursprung und einer musste mal damit anfangen, weil sich keiner vorher wirklich in die Nesseln setzen wollte. Umso schöner, dass sich nach und nach so viele bundesweit dran beteiligt haben.

    Naja, komm. Ich "schimpfe" hier auf unseren Verband (RL West), da kannst Du ruhig auch mal Kritik an euren Leuten üben. Ich kann mich wohl erinnern, dass der Osten sich auch dagegen gewehrt hat, dass z.B. Greifswald im Norden gegen Lübeck spielen sollte oder (sagen wir mal) Jena im Süden gegen Würzburg oder so. Es sind nicht nur die anderen Verbände, die sich quergestellt haben oder noch querstellen.


    Reform: NOFV lehnt Zerschlagung der Nordost-Staffel ab
    Um eine Aufstiegsreform und eine Reduzierung der Regionalliga-Staffeln von fünf auf vier zu ermöglichen, hatten 17 der 18 Nordost-Regionalligisten zuletzt…
    www.liga3-online.de

    SCV und der FC

  • Andy, ich hab nicht umsonst was von "Sie lassen weitestgehend persönliche Interessen außen vor, sondern durchdenken Gemeinsames..." und von Kompromissbereitschaft und Pragmatismus geschrieben. Und ich dachte eigentlich, es ist hier allen klar, was ich damit und wie ich das auch auf unseren Regionalverband bezogen meine. Man ist besonders auch bei uns von Beginn dieser organisierten Diskussion an gemeinsam in sich gegangen, mit einem auch gemeinsamen und gerechten Ziel, was dann allen Verbänden gleichmäßig gerecht zugute kommt. Da war jede Menge auch zeitaufwendige Überzeugungsarbeit nötig, intern und später auch extern. Und das hat man auch hinbekommen.


    Und Edit meint noch: Ich hab das komplexe Thema seinerzeit auch ganz bewusst ausführlich und auch mit bissl Input von Beginn und der ersten Veröffentlichung an begleitet, der eher weniger bekannt ist.

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  • Ein weiteres deutliches Zeichen: Auch der SC Preußen Münster ist nun der Initiative zur Regionalligareform beigetreten, das auch mit direkten Worten "Zugleich verbinden wir unseren Beitritt ausdrücklich mit der Erwartung eines sachlichen und ergebnisoffenen Diskurses, der nicht von Partikularinteressen geleitet wird." Man kann davon ausgehen, dass mit den "Partikularinteressen" nicht die Interessen einzelner Vereine und Clubs gemeint sind.

    SC Preußen Münster tritt als 60. Mitglied der Initiative „Aufstiegsreform 2025“ bei - SC Preußen Münster
    Der deutsche Profifußball steht auf einem starken wirtschaftlichen, infrastrukturellen und gesellschaftlichen Fundament. Volle Stadien, viele gewachsene…
    scpreussen-muenster.de

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