Kölsche Klüngel und die Polizei - Repression oder gerechtfertigte Einsätze beim Fussball?

  • Man könnte ja mal probieren, die Polizei aus dem Stadion rauszunehmen.

    Dann dürften ja auch keine Kosten anfallen, wenn die Polizei nur den öffentlichen Raum schützt.

    Für Schäden an Mensch und Materie innerhalb des Stadions haftet dann der Veranstalter.

    :D

    "Was ist wichtiger," fragte großer Panda. "Der Weg oder das Ziel?" "Die Weggefährten," sagte kleiner Drache.

  • Also das Schweizer Modell.

    Du wirst koana vo UNS

    In a world of compromise....Some don’t.


    Hängt die Nazis solange es noch Grüne gibt!

  • Also das Schweizer Modell.

    Welche Maßnahmen dann innerhalb eines Stadions für nötig gehalten würden. Wäre ja Sache der DFL oder einer gewissen Eigenverantwortung der Fans jedweder Gruppierung.

    "Was ist wichtiger," fragte großer Panda. "Der Weg oder das Ziel?" "Die Weggefährten," sagte kleiner Drache.

  • Danke für die Erklärung meiner Antwort. :)


    In der Schweiz darf (durfte?) die Polizei nur auf ausdrücklichen Wunsch des Vereins in das Stadion und das kam so gut wie nie vor,

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    Hängt die Nazis solange es noch Grüne gibt!

  • Danke für die Erklärung meiner Antwort. :)


    In der Schweiz darf (durfte?) die Polizei nur auf ausdrücklichen Wunsch des Vereins in das Stadion und das kam so gut wie nie vor,

    Hier würde ja wahrscheinlich die DFL die Entscheidungen treffen, da sie im Fall der Fälle haften.

    Ich bin mir nicht sicher. Gibt's in der Schweiz nicht Proteste, da gegebenenfalls einzelne Fanblöcke im Stadion gesperrt werden, um Unruhestifter draußen zu halten? Es löst sich auch da also nicht alles in Wohlgefallen auf.

    "Was ist wichtiger," fragte großer Panda. "Der Weg oder das Ziel?" "Die Weggefährten," sagte kleiner Drache.

  • Also das Schweizer Modell.

    Welche Maßnahmen dann innerhalb eines Stadions für nötig gehalten würden. Wäre ja Sache der DFL oder einer gewissen Eigenverantwortung der Fans jedweder Gruppierung.

    Ich bin da nicht sehr zuversichtlich.

    Veni, vidi, violini.

    Ich kam, sah und vergeigte.

  • Also das Schweizer Modell.

    Welche Maßnahmen dann innerhalb eines Stadions für nötig gehalten würden. Wäre ja Sache der DFL oder einer gewissen Eigenverantwortung der Fans jedweder Gruppierung.

    Ich bin da nicht sehr zuversichtlich.

    Ich auch nicht. Aber man sollte solche Modelle durchaus zu Ende denken. Ansonsten gibt es nie sinnvolle Änderungen.

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  • Alter Grundsatz: Wer bestellt, bezahlt.


    Wenn die Polizei selbst der Meinung ist, mit mehreren Hundertschaften alles sichern zu müssen, dann sollen sie(bzw. der Staat) es auch bezahlen.

    Wenn die DFL oder die Vereine die Hundertschaften anfordern, dann sollen sie sie auch bezahlen.

    Today`s music ain`t got the same soul

    i like that old time rock and roll.

  • Man könnte ja mal probieren, die Polizei aus dem Stadion rauszunehmen.

    Dann dürften ja auch keine Kosten anfallen, wenn die Polizei nur den öffentlichen Raum schützt.

    Für Schäden an Mensch und Materie innerhalb des Stadions haftet dann der Veranstalter.

    :D


    Innerhalb der Stadien ist ja auch tatsächlich grundsätzlich erstmal der Veranstalter für die Sicherheit zuständig. Und dort kann er ja auch einiges leisten. Wobei ich mich natürlich auch frage, warum die Polizei dann kostenfrei bei Kneipenschlägereien und Wohnungseinbrüchen einschreitet. ;)



    Wenn man will, dass sich der Fußball finanziell stärker am Allgemeinwohl beteiligt, dann wäre der richtige Hebel in der Steuerpolitik zu finden und nicht beim Thema Sicherheit. Aber was weiß ich schon. |-)

    Arminia Bielefeld - Stadion Alm
    Tradition & Identität erhalten!

  • Wenn man will, dass sich der Fußball finanziell stärker am Allgemeinwohl beteiligt, dann wäre der richtige Hebel in der Steuerpolitik zu finden und nicht beim Thema Sicherheit. Aber was weiß ich schon. |-)

    Das Thema Sicherheit wird aber eins bleiben.

    "Was ist wichtiger," fragte großer Panda. "Der Weg oder das Ziel?" "Die Weggefährten," sagte kleiner Drache.

  • Das Thema Sicherheit wird aber eins bleiben.


    Das stimmt, aber von der Sicherheit wird ja aktuell gar nicht gesprochen. Aktuell geht es nur ums Geld.

    Um die Kosten bei Risikospielen, denke ich. Also Geld für Sicherheitsmaßnahmen. Es geht ja da eher nicht um Einnahmen sondern um Ausgaben und wer sie bezahlt.

    "Was ist wichtiger," fragte großer Panda. "Der Weg oder das Ziel?" "Die Weggefährten," sagte kleiner Drache.

  • Eben. Es geht bei der Diskussion nur darum, wer sie bezahlt. Nicht um die Sicherheit an sich.

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  • Wäre die Gewährleistung von Sicherheit nicht notwendig (wie in anderen Sportarten), würde in der Folge auch niemand über Geld reden müssen - es geht also um beides.

    Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht überwindet - erst dann wird es Frieden geben - Jimi Hendrix

  • Die Gewährleistung von Sicherheit ist die ureigenste Aufgabe eines Staates. Dafür zahlt man Steuern. Darüber hinaus geht die Gefährdung der Sicherheit nicht von den Fußballclubs aus, sondern von eigenständigen Menschen, die dort zu Tätern werden. Mir ist völlig unklar auf welcher Basis man den Veranstalter dafür haftbar machen will. Er kontrolliert diese Chaoten nicht und darf außerhalb des Stadiongeländes nicht mal einen einzigen Ordner positionieren. Warum nicht? Weil das eben ein Staatsmonopol ist.


    Und dem Land Bremen geht es darum auch gar nicht. Sonst wären ja weitere Auflagen gekommen zur Verstärkung der Sicherheit im Stadion von Vereinsseite oder andere konkret Maßnahmen in Bezug auf die Sicherheit dieser Veranstaltungen. Das kommt aber nicht. Die wollen einfach nur Kohle sehen. Deswegen habe ich ja auch geschrieben, dass es um die Sicherheit dabei gar nicht geht. Weil über die Sicherheit bei der Debatte überhaupt nicht gesprochen wird.


    Daher ja auch meine Anregung schlicht mehr Steuern auf Großveranstaltungen oder den Profifußball zu erheben. Das wäre rechtlich sauberer, auch weil man die Polizei nicht zu einer gebührenpflichten Sicherheitstruppe degradieren würde. Das ist dann natürlich nicht so schön populistisch, wäre aber konsequent. Denn warum soll die Polizei nach der Logik der Gebührenbefürworter denn bitte überhaupt für Sicherheit auf privaten Veranstaltungen sorgen? Sei es das Besäufnis auf einem Volksfest oder die zusammengeschlagene Kneipe. Soll der Kneipier halt eigene Sicherheitsleute vorhalten oder sich überlegen, wen er abfüllt oder den Einsatz halt bezahlen. Merkt Ihr was ich sagen will? Das gäbe Potential für einen Rattenschwanz ohne Ende unter dem am Ende auch das Ansehen der Polizei leiden würde.


    Ich verstehe ja, dass man sich über diese Kosten aufregt, aber ich halte die Bescheide des Landes Bremen für populistisch und ich halte es für wichtig, dass die Polizei überparteilich bleibt und das verträgt sich nicht mit Gebühren. Deswegen hat sich das Verfassungsgericht der Sache überhaupt angenommen, weil hier grundsätzliche staatliche Belange betroffen sind. Im Normalfall weist das Gericht die allermeisten Anrufungen ohne Verhandlung ab. Das nimmt natürlich keine Entscheidung vorweg, aber das Gericht ist augenscheinlich der Meinung, dass hier genau abgewogen werden muss und die Sache alles andere als klar ist.

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  • Ich habe noch nie verstanden und werde wohl auch nie verstehen, warum Polizeieinsatz xyz zig Millionen gekostet haben soll. Es sind Beamte, die werden eh bezahlt, völlig egal, ob sie jugendliche Kiffer nerven oder bei einem Fußballspiel sind.

  • Naja. Wenn weniger Arbeitsstunden anfallen, dann bräuchte halt auch die Polizei weniger Personal oder könnte an anderer Stelle die Beamten für die allgemeine Sicherheit einsetzen. Die Summen sind da schon nachvollziehbar.

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  • Naja. Wenn weniger Arbeitsstunden anfallen, dann bräuchte halt auch die Polizei weniger Personal oder könnte an anderer Stelle die Beamten für die allgemeine Sicherheit einsetzen. Die Summen sind da schon nachvollziehbar.


    Nee, überzeugt mich nicht.

    Die Kosten für die Bundeswehr bei der Flutkatastrophe 2013 werden mit ca. 24 Millionen Euro angegeben. Wofür? Weil es mehr Soldaten brauchte, da ja auch jemand das Land verteidigen muß?

    Die Leute werden eh bezahlt, völlig egal, was sie machen.

  • Überstundenzuschlag, Bereitschaftspauschale, Wochenendzuschlag, Abendzuschlag, Kostgeld- und Übernachtungspauschale, Sesselfurzgebühr der zuständigen Sachbearbeitenden, etc pp

  • Überstundenzuschlag, Bereitschaftspauschale, Wochenendzuschlag, Abendzuschlag, Kostgeld- und Übernachtungspauschale, Sesselfurzgebühr der zuständigen Sachbearbeitenden, etc pp


    Nein. Das kostet keine Millionen. Ich habe in Kiel drei Polizisten in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, die können sich diese Zahlen auch nicht erklären.

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